Bewegung in der Bücherei

Im Foyer sorgten (von links) Susanne Glocke, Anja Frühauf und Lars Kurowski für frische Waffeln.

Lüdenscheid - Von wem wurde Schneewittchen vergiftet? Welche Farbe haben die Regaltürme in der Belletristik? Und wie viele Tage darf man ein eBook ausleihen? Fragen wie diese galt es am Freitag in der Stadtbücherei zu beantworten.

Einmal mehr beteiligte sich das Team der Bücherei an der „Nacht der Bibliotheken“. 2005 fand NRW-weit die erste Nacht dieser Art statt, in diesem Jahr ist’s die sechste. „eMotion“ heißt das Motto, und Bewegung war gestern auch in der Lüdenscheider Bücherei angesagt. Denn eigens zur Bibliothekennacht wurden der Bücherei kleine, weiche Bälle zur Verfügung gestellt, so genannte Crossboccia-Kugeln. Crossboccia hat ähnliche Regeln wie Boccia, nutzt aber mit Granulat gefüllte Säckchen statt Kugeln und kann daher in drei Dimensionen prächtig zwischen Bibliotheksregalen gespielt werden. So mussten die Lüdenscheider Kinder an neun verschiedenen Stationen ihre Geschicklichkeit beweisen. Da galt es, durch einen Tunnel aus Büchern zu werfen oder auch durch ein ausgeräumtes Regal hindurch zu werfen und den Korb dahinter zu treffen.

Der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen, der die landesweite Veranstaltung alle zwei Jahre als Dankeschön für die vielen Fans der Bibliotheken NRW und als besonderes Angebot für alle Neugierigen organisiert, konnte in diesem Jahr die NRW-Kulturministerin Ute Schäfer für die Schirmherrschaft über die Bibliothekennacht gewinnen. Getreu dem Motto „Bewegung“ gab es keine zentrale Veranstaltung, sondern viele kleine Aktionen. Für den Nachmittag stand in der Kinder- und Jugendbücherei Erzähltheater auf dem Programm, ein hölzerner Bilderrahmen, in den man wechselnde Bilder stecken und dazu eine Geschichte erzählen kann und so den Bildern Leben einhaucht. Diese „Kamishibai“-Theater sind dauerhaft im Bestand der Bücherei und können später ausgeliehen werden.

Im Foyer hatte Eltern der Kindertagesstätte Rappelkiste einen Stand aufgebaut und verkauften zur Kaffeezeit frische Waffeln. Mit Kino, Bewegung, Tanz und dem Spielen an Wii und Playstation vertrieben sich die Besucher der „Nacht der Bibliotheken“ bis in den späten Abend hinein ihre Zeit am Graf-Engelbert-Platz. - rudi

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