Viele Gäste beim Jubiläum der Kolpingsfamilie Lüdenscheid

Erich Geisbauer (l.) mit den Ehrengästen. –

LÜDENSCHEID ▪ Erich Geisbauer, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Lüdenscheid, freute sich, dass der Pfarrsaal der katholischen Gemeinde St. Joseph und Medardus mit Menschen gefüllt war. Dort wurde gestern Vormittag anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Kolpingsfamilie Lüdenscheid eine Ausstellung mit Bildern aus der Geschichte der Lüdenscheider Gruppe und mit Informationen über die Arbeit von Kolping international eröffnet.

Bei dem Festakt anwesend waren mit Bürgermeister Dieter Dzewas und Landrat Thomas Gemke, selbst Mitglied in der Kolpingsfamilie Balve, nicht nur lokale Ehrengäste. Für das Kolpingwerk im Diözesanverband Essen waren Vorsitzende Klaudia Rudersdorf und Diözesanpräses Bernd Steinrötter dabei. Letzterer hielt im Festgottesdienst die Predigt. Darin nutzte er das Bild einer Schafherde mit ihrem Leithammel und dem Hirten, um die Rollen im christlichen Glauben zu verteilen: Jesus und Gott als Hirten, auf die sich die Schafe verlassen können – aber eben auch „Leithammel“ wie Adolf Kolping einer gewesen ist, seien wichtig: „Unserer Zeit würden Leithammel gut zu Gesicht stehen“ – und zwar solche, „die mit Barmherzigkeit Dinge klar beim Namen nennen“ und „denen vertraut werden kann.“

Dzewas und Gemke erinnerten an die Verdienste der Kolpingsfamilien im sozialen Bereich. Sie seien tief verwurzelt in der katholischen Soziallehre, betonte Gemke. Das sei keine leere Worthülse: „Wir Christen sind gefordert, an einer gerechten und sozialen Zukunft mitzuarbeiten.“ Dzewas hob erneut die Bedeutung des Ehrenamtes hervor: „Wir leben davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung für eine große Gemeinschaft zu übernehmen.“

Rudersdorf ging auf das Leitwort der Festschrift ein: „Kolping schafft Gemeinschaft.“ Sie sei „glücklich, dass das in Lüdenscheid so gut läuft.“ Johannes Broxtermann sprach als Präses der Lüdenscheider Kolpingsfamilie. „Für“ und „mit“ seien die wichtigsten Stichworte des christlichen Glaubens. Das Engagement „für“ andere sei der Weg, das „Miteinander“ sei das Ziel. „Ich glaube, das ist bei Kolping gut gelungen.“ Musik gab es vom Jugendorchesters der Kolpingsfamilie Letmathe. In gemütlicher Runde klang der Festakt schließlich aus. – gör

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