VHS-Jahresbericht 2010: Frage nach Zuschüssen

VHS-Leiter Andreas Hostert stellte den Jahresbericht der kommunalen Weiterbildungsorganisation vor.

LÜDENSCHEID ▪ 6479 Teilnehmer in 571 Veranstaltungen mit insgesamt 17 917 Unterrichtsstunden und eine Qualitätsmanagement-Befragung unter 1400 Kursteilnehmern mit einem „durchweg guten Zeugnis“ für die VHS-Arbeit – sichtlich stolz blickt Volkshochschulleiter Andreas Hostert auf das Jahr 2010 zurück. Und die Einnahmen, so betonte er, seien seit 2007 auch um mehr als 220 000 Euro gestiegen.

Doch der Kulturausschuss, dem er den Jahresbericht der kommunalen Weiterbildungsinstitution vorstellte, zeigte sich mit diesen Zahlen nicht ganz zufrieden. „Uns interessiert: Wie viele Zuschüsse werden gezahlt?“, brachte Ulrich Noetzlin (SPD) es auf einen Punkt. Der Ausschuss müsse auch wissen, ob die Einnahmen höher als die Kosten seien. Das seien wichtige Informationen.

Die Zahlen werden nachgeliefert, auch für den folgenden Punkt: Gerhard Ameln (FDP) sah die 22-seitige Hochglanzbroschüre mit dem Jahresbericht kritisch. Das sei nicht gerade ein Signal für Sparsamkeit. Den Bericht könne man ebenso gut per E-Mail verschicken. An dieser Stelle brach Ausschussvorsitzender Norbert Adam eine Lanze für die VHS und bestätigte, was Hostert bereits betont hatte: Ein solcher Prospekt sei auch als Werbeinstrument für Kooperationspartner zu verstehen. Denn abseits des „großen Brockens“ Fremdsprachen und der Integrationsthematik, was etwa die Hälfte dessen ausmache, „was in unserem Hause passiert“, ist die VHS auch für viele andere Themen Anlaufstelle. Stichworte: Tagespflege, Chancengleichheit an Grundschulen, Gesundheitsprävention oder Bildungsscheck.

Einnahmen/ Erträge summieren sich, so heißt es im Jahresbericht abschließend, auf 822 064,19 Euro. Die Teilnehmer-Entgelte machen davon 413 482,67 Euro aus, Zuwendungen Dritter belaufen sich demnach auf 408 581,52 Euro. Damit sind seit 2007 erstmals die Teilnehmer-Entgelte in der Summe höher als die Zuwendungen Dritter.

Auch über Denkmalschutz diskutierte der Ausschuss ausgiebig – um am Ende die Beschlussfassung über Eintragungen in die Denkmalliste einstimmig in die Fraktionen zurückzuverweisen. Ob man nun wegen der Rechtslage keine Gestaltungsmöglichkeit sieht (Björn Weiß, CDU) oder sehr wohl („Wir können Ja oder Nein sagen“, Verena Kasperek, SPD) – in einem herrschte Einstimmigkeit. Man will künftig ein „entrümpeltes Verfahren“, indem die Zahl der mit dem Thema befassten Ausschüsse reduziert wird – unter Beibehaltung des Kulturausschusses.

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