VHS-Beiträge steigen - aber nur mäßig

LÜDENSCHEID - Von den Einschränkungen des neuen Haushaltssicherungskonzepts der Stadt ist auch die Volkshochschule Lüdenscheid schon im kommenden Halbjahr betroffen. Allerdings sorgte Sparsamkeit im Vorfeld für erträgliche Konsequenzen, hieß es.

Das erklärte die stellvertretende Leiterin Christina Wetter-El Sayed Auf. Mit Beginn des nächsten Semesters im September sollen zum Beispiel alle Einzelveranstaltungen wegfallen, die sich nicht rechnen. „Früher haben wir Einzelangebote viel häufiger durchgeführt, heute sind sie längst auf ein Mindestmaß heruntergefahren“, sagte Christina Wetter-Al Sayed Auf dazu. Das betreffe etwa Gesundheitsvorträge oder politische Diskussionen, für die Honorare und Saalmieten fällig werden. 

Die Honorare für Kursleiter seien mit Blick auf die Kosten für die Teilnehmer schon lange gedeckelt. Daher wirke sich auch die komplette Streichung der Übernahme von Fahrtkosten für Kursleiter aus dem Märkischen Kreis kaum noch aus. „Wir sind im Bereich der Kultur der Anbieter mit den geringsten Zuschüssen und landesweit eine der am wirtschaftlichsten arbeitenden Volkshochschulen“, verweist die Vizechefin der heimischen VHS auf entsprechende Untersuchungen. Das zahle sich jetzt auch bei der Erhöhung der Teilnehmerentgelte aus, die in diesem Jahr insgesamt noch 3000 Euro erbringen sollen, im nächsten dann 10.000.

Umgelegt auf nahezu alle Teilnehmer, ergibt diese Vorgabe der städtischen Haushaltssicherung für einzelne Teilnehmer eine kaum spürbare Mehrbelastung. „Das ist auch wichtig, denn wir wissen, dass die Leute auf die kleinen Beträge gucken“, weiß Christina Wetter-El Sayed Auf. Immerhin müssten viele noch Zusatzkosten für Bücher oder sonstiges Unterrichtsmaterial stemmen.

Im September läuft der Kursbetrieb wieder voll an, doch seien viele Angebote schon heute bis auf Restplätze ausgebucht: „Bei den Sprachen zum Beispiel baut ja ein Kursus auf den anderen auf, die Teilnehmer nehmen hier nur die nächste Stufe mit.“ In den Integrationskursen, die schon unmittelbar nach den Sommerferien beginnen, erwarte die VHS erneut besonders viele Griechen und auch schon Teilnehmer aus Syrien: „Die Tagespolitik auf dem Globus braucht eben nie lange, um bei uns anzukommen. Das war früher beim Irak oder dem Libanon auch schon so.“ - hgm

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