Verwitterter Fels zerschmettert Zeitplan

Die Bauarbeiten auf der B 54 im Bereich Linneper Mühle verzögern sich erneut.

LÜDENSCHEID ▪ Unten knackiger, darüber stark verwitterter Fels. Diese Gesteinslage an der B 54 im Bereich Linneper Mühle zerschmettert die Planung des Landesbetriebs Straße NRW komplett. Eigentlich sollte gestern die Sanierung der Strecke zwischen Oedenthaler Straße und Eisenbahnbrücke fertig sein.

Doch das wird sich noch auf unbestimmte Zeit verzögern. „Es tut mir leid, aber das lässt sich nicht ändern“, erklärte Projektleiter Uwe Mielke, der gemeinsam mit Michael Klein von der örtlichen Bauüberwachung und Sprecher Michael Overmeyer Vertretern der beiden betroffenen Kommunen die schlechte Nachricht überbrachte.

Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg sieht mit Sorge in die Zukunft: „Sollte diese Maßnahme neu ausgeschrieben und Felsanker zur Sicherung des Hangs installiert werden müssen, dann kann das noch sehr lange dauern“, befürchtet er. Auch Andrea Steinbrück vom Amt für Bauservice der Stadt Lüdenscheid war alles andere als begeistert über die erneute Verlängerung. Aber nach Angaben des Projektleiters führt kein Weg daran vorbei.

Ein Gutachter hatte vergangene Woche festgestellt, dass auf einem freigelegten Baufeld an dem Hang auf einer Strecke von rund 40 Metern stark verwitterter Fels auf einer Gleitschicht lag. „Es herrscht in diesem Bereich akute Abrutsch- und Steinschlaggefahr“, verdeutlichte Mielke den Ernst der Lage. Jetzt werde bis Mitte nächster Woche ein Konzept erarbeitet, wie der Hang zusätzlich gesichert werden kann – möglicherweise durch mit Spritzbeton verplombte Fels- anker. „Das alles muss auch mit der Unteren Landschaftsbehörde abgestimmt werden“, sagte Mielke.

Die Verlängerung der Sanierung schlägt auch auf die veranschlagten Kosten durch. „Die 1,6 Millionen Euro sind sicherlich nicht mehr zu halten.“

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