Verwaltung schlägt Schöneck-Schließung vor

Der Schulstandort Brügge bleibt erhalten, wenn es nach den Vorstellungen der Verwaltung geht.

LÜDENSCHEID ▪ Geht es nach der Verwaltung, wird der Schulstandort und damit auch die Verbundschule Schöneck zum 31. Juli 2015 aufgelöst. Künftige Eingangsklassen werden danach ab dem kommenden Schuljahr nur noch am Standort Brügge gebildet.

Dieser Beschlussvorschlag liegt dem Schulausschuss in der Sitzung am 5. Februar um 17 Uhr im Ratssaal vor. Grünen-Fraktionschef Otto Bodenheimer signalisierte am Freitag nach der Fraktionssitzung bereits Zustimmung: „Wir fühlen uns nach den Schulbesichtigungen und den Informationen durch das Schulamt in unserer Auffassung bestätigt.“ Für den Erhalt des Standortes Schöneck hatte sich bereits die CDU ausgesprochen. SPD und FDP beraten sich noch in ihren Fraktionssitzungen am Montag.

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Laut der Geburtenerhebung aus den Einwohnermeldedaten sinkt in dem Schulbezirk Schöneck/Brügge in den nächsten Jahren die Schülerzahl von 66 im Jahr 2014/15 auf 52 im Jahr 2018/19. Mal sind die Anteile für Schöneck höher, mal für Brügge. Danach würden eventuell mit Ausnahme des Jahres 2014/2015 nur noch Kinder für zwei Eingangsklassen im Schulbezirk wohnen. Nicht planbar seien dabei, so die Verwaltung, Zu- und Abgänge. Daher sei für den Schulbezirk Schöneck/Brügge künftig nur noch ein Schulstandort vorzuhalten. Das Prinzip „kurze Beine – kurze Wege“ könne an dieser Stelle nicht mehr angewendet werden.

Ein wesentliches Argument für die Schließung des Standorts Schöneck ist nach Auffassung des Schulamts die Größenordnung. Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 könnten dann am Standort Brügge alle neun Klassen untergebracht werden, während am Schöneck vorübergehend eine Containeranlage aufgestellt werden müsste, um zwei zusätzlich nötige Klassenräume zu erhalten.

Die zu erwartenden Schülerbeförderungskosten berechnet die Verwaltung zum Standort Schöneck mit rund 21 000, nach Brügge mit rund 41.000 Euro. Für den Brandschutz müssten am Schöneck 120.000, in Brügge 98.000 Euro ausgegeben werden.

Nicht ausschließen kann und will die Verwaltung die Gefahr, dass Kinder aus dem Gebiet Frankenplatz/Bayernstraße/In der Mark zu anderen, der Wohnadresse näher liegenden Schulen, abwandern. „Unter diesen Voraussetzungen könnte eine Zweizügigkeit für den Standort Brügge nicht dauerhaft gegeben sein, womit auch dieser Bestand gefährdet sein könnte.“

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