Verwaltung drängt auf dritten Rettungswagen

Thomas Ruschin

Lüdenscheid - Zwischen dem Märkischen Kreis und der Stadt gibt es Unstimmigkeiten darüber, ob Lüdenscheid einen dritten Rettungswagen benötigt oder nicht. „Wir sind bisher mit dem Kreis nicht überein gekommen“, teilte Beigeordneter Thomas Ruschin am Montag den Mitgliedern des Hauptausschusses mit.

„Nach unseren Zahlen und Einschätzungen brauchen wir einen dritten RTW, und zwar an sieben Tagen die Woche, was natürlich auch ein entsprechendes Personal bedeutet“, sagte Ruschin. Der Kreis dagegen verweise auf Nachbarstädte, die im Bedarfsfall einen Rettungswagen zur Verfügung stellen könnten.

Doch die Feuer- und Rettungswache müsse immer wieder einen „First Responder“ – ein Löschfahrzeug, das ähnlich wie ein Rettungswagen ausgerüstet sei, einsetzen, der einspringe, bis der eigentliche RTW eintreffe. Die Zeit drängt, und das habe mit neuen organisatorischen Abläufen zu tun, erklärte Ruschin weiter. Ein Gutachten des Kreises zum Thema sei am 9. April bei der Stadtverwaltung eingegangen. „Dies warf aber eine Reihe von Fragestellungen auf, da uns einiges nicht plausibel erschien.“ Die Eingabefrist für eine entsprechende Antwort ende aber schon am 6. Mai. Hinzu komme, dass seit dem 25. April ein neues Rettungsdienstgesetz gelte, wonach in einem solchen Fall Einvernehmen zu erzielen sei. Die Bezirksregierung in Arnsberg habe danach das letzte Wort.

Bürgermeister Dieter Dzewas hob die qualitative Veränderung hervor, die der Gesetzgeber dadurch geschaffen habe. Die Bezirksregierung sei nun über eine Art „Schlichtungsspruch“ mit eingebunden.

Von Martin Messy

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