"Vertragt euch!"

Kameraden aus dem MK trauern um verstorbenen Feuerwehrmann

Hauptbrandmeister a. D. Heinz Aberle starb am 17. April.

Lüdenscheid – Die Feuerwehr Lüdenscheid beklagt den Verlust von Hauptbrandmeister a. D. Heinz Aberle. Er starb am 17. April.

Heinz Aberle trat nach dem Krieg und der Vertreibung aus seiner Heimat Breslau in Schlesien am 3. Mai 1947 in die Feuerwehr Lüdenscheid ein. Gut ein Jahr später, am 12. Mai 1948, wurde er dann Flötist im Spielmannszug. Das Gerätehaus der Feuerwehr befand sich zu diesem Zeitpunkt noch an der Corneliusstraße, wo heute die Parkpalette ist.

Am 20. Juli 1954 wurde die neue Wache am Dukatenweg mit einem Festumzug durch die Stadt bezogen. Aberle gehörte zu den Hauptamtlichen Kräften der neu gebildeten Feuer- und Rettungswache. Hier arbeitete er sich bis zum Wachabteilungsleiter hoch. Neben seiner eigentlichen Tätigkeit als Feuerwehrmann führte Aberle als gelernter Schneider darüber hinaus auch die Kleiderkammer der Feuerwehr. Besondere Aufgaben in diesem Bereich kamen nach der Kommunalen Neuordnung 1969 sowie einem neuen Uniformerlass in den 70er-Jahren auf ihn zu. Es mussten 300 neue Uniformen anprobiert und angeschafft werden. Dies galt auch für den Spielmannszug und die neu gegründete Jugendfeuerwehr.

Hauptbrandmeister a. D. Heinz Aberle starb am 17. April.

Im Spielmannszug übernahm Heinz Aberle auch sehr schnell Führungsaufgaben. So wirkte er 1971 bei der Zusammenlegung der beiden Spielmannszüge Lüdenscheid und Brüninghausen mit. Er war im Kommando, in der Ausbildung der Flötisten und 15 Jahre als Protokollführer tätig. Über Jahrzehnte spielte er als Soloflötist, insbesondere beim Zapfenstreich. 

Neben seinen aktiven Feuerwehrauszeichnungen in Silber und Gold erhielt Heinz Aberle die Freundschaftsmedaille der Lüdenscheider Schützengesellschaft und die Ehrenurkunden der Stadt für 40 und 50 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr Lüdenscheid. Am 14. Mai 1998 erhielt er den Ehrenbrief und die Ehrennadel in Gold des Bundesverbandes Deutscher Musikverbände. Legendär war nach jedem Dienst oder gemeinschaftlichen Treffen sein Spruch: „Vertragt Euch!“

Bevor er im Jahr 1986 als Feuerwehrbeamter in den Ruhestand ging und 2009 als Spielmann seine aktive Tätigkeit im Spielmannszug beendete, fielen in seine aktive Zeit das 75-, 90-, 100- und 125-jährige Bestehen der Feuerwehr Lüdenscheid sowie das 75-, 90- und 100-jährige Bestehen des Spielmannszuges mit großen Festakten. Er war im Ruhestand weiter der Feuerwehr treu und besuchte regelmäßig die Treffen der Ehrenabteilungen der Feuer- und Rettungswache, des Spielmannszuges und gemeinschaftliche Treffen der gesamten Ehrenabteilung der Feuerwehr Lüdenscheid.

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