MVG verteidigt Busbahnhof gegen Oettinghaus-Kritik

Kein Rechtsabbiegen möglich: Zwölf Linien, die auf der Bahnhofstraße zur Christuskirche fahren, können den ZOB nicht anfahren.

LÜDENSCHEID ▪ Als „glatte Fehlplanung“ bezeichnete am Freitag AfL-Ratsherr Peter Oettinghaus den neuen Busbahnhof. Die Aufstellflächen für die Busse und die Wendemöglichkeiten am Gleis seien zu knapp bemessen, und ein Gutteil der Linien könne den Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) überhaupt nicht anfahren. Oettinghaus bettete diesen Aspekt in seine Kritik an einer insgesamt „bürgerfernen und perspektivlosen“ Bahnhofsplanung ein.

MVG-Pressesprecher Jochen Sulies räumte auf LN-Nachfrage zum Busbahnhof ein, dass der neue Verknüpfungspunkt insgesamt nicht so optimal wie etwa in Iserlohn gestaltet werden konnte. Es sei aber unfair, der Stadt Lüdenscheid für die räumlichen Gegebenheiten und die verkehrliche Anbindung die Schuld in die Schuhe zu schieben. „Wir haben gemeinsam das Beste draus gemacht“, zeigte sich Sulies überzeugt.

So habe die Stadt etwa die Ampelschaltung Bahnhofsallee/Bahnhofstraße verändert, nachdem es für die MVG-Busse dort anfangs hakte. An den knappen Aufstellflächen entlang des Gleises sei aus Platzgründen nichts zu ändern. Und dass kein Bus, der auf der Bahnhofstraße Richtung Christuskirche will, über den neuen Bahnhofsvorplatz fahren kann, sei der Mittelinsel vorm Polizeigebäude auf der Bahnhofstraße geschuldet. Auch die habe man nicht entfernen können.

So könnten Busse heute vom Bahnhof aus tatsächlich nicht rechts in Richtung Christuskirche abbiegen, „das haben wir damals schon auf den Plänen gesehen“. Stattdessen halten die MVG-Linien 41, 42, 44, 47, 49, 51, 54, 87, 246, 254, S1 und die 134 des BRS jetzt an der Haltestelle Bahnhofstraße und lassen den ZOB somit rechts liegen

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