Verteidigerin kündigt neue Beweisanträge an

Lüdenscheid - Der Prozess vor der 9. Strafkammer zieht sich in die Länge. Der russischstämmige Angeklagte, Vater von vier Kindern, schweigt weiter und muss mit anhören, wie ihn ein Zeuge nach dem anderen schwer belastet.

Demnach steht er als brutaler Schläger da, der in seiner Szene in Lüdenscheid gefürchtet wurde. Junge Männer berichteten vor Gericht teilweise unter Tränen, wie sie Opfer seiner Misshandlungen und Bedrohungen geworden seien. Besonders hart hat es nach derzeitigen Erkenntnissen einen 21-jährigen Altenpflegehelfer getroffen. Er musste laut Anklage tagelang Frondienste leisten und wurde nach eigenen Angaben im Keller einer Kneipe in der Kluse von mehreren Männern gefoltert. Auch der jüngste Verhandlungstag hat wenig Entlastendes für den Angeklagten ergeben. Weitere Zeugen aus seinem Umfeld haben die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bestätigt.

Verteidigerin Lena Retschkemann hat für die nächsten Prozesstage mehrere Beweisanträge angekündigt. Das dürfte das Verfahren weiter verzögern. Der Vorsitzende Richter Dieter Krause hat neue Verhandlungstermine bis weit in den Juli festgelegt.

Der Prozess wird am Freitag um 9 Uhr fortgesetzt.

omo

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