Trotz Einspruch der Polizei

Versuch: Stadt will Radeln in Fußgängerzone erlauben

Bisher verboten, ab März 2013 wohl versuchsweise für ein Vierteljahr erlaubt: Radeln auf Lüdenscheids Einkaufsmeilen.

LÜDENSCHEID ▪ Von März bis Juni 2013 soll die gesamte Lüdenscheider Fußgängerzone Tag und Nacht versuchsweise für Radfahrer freigegeben werden.

Das kündigt die Stadtverwaltung in einer Beschlussvorlage für den Bau- und Verkehrsausschuss am 7. November an. Trotz Einspruchs der Polizei, die sich wegen der Unfallgefahr dagegen ausspricht, will die Verwaltung den Versuch wagen – und im Vorfeld an die Radler appellieren, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Ihr Argument: Radverkehr in Fußgängerbereichen sei grundsätzlich zuzulassen, wenn im Fußgängerbereich wichtige Ziele des Radverkehrs liegen und eine Umfahrung des Fußgängerbereiches ein Sicherheitsrisiko darstellt oder lange Umwege erfordert.

Das Projekt ist ein Ergebnis des 1. Radverkehrsforums im Frühjahr, dem im Januar oder Februar ein zweites Forum folgen soll. Weitere auf dem Forum beschlossene Maßnahmen sollen jetzt schrittweise umgesetzt werden. Darunter fallen

• die Freigabe von Busspuren für den Radverkehr (z.B. an der Werdohler Straße),

• die Erhöhung der Netzdurchlässigkeit durch die Verbreiterung der Durchfahrtsbreiten an Schranken und Pfosten,

• die Aufhebung von Durchfahrtsverboten für den Radverkehr wie das Nachtfahrverbot in der Oberstadt,

• die Kennzeichnung von durchlässigen Sackgassen,

• die Markierung von Radwegefurten oder

• die Freigabe von Gehwegen für Radverkehr, etwa an der Dammstraße.

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