Land fördert Schulbusse

Verstärkerfahrten im Schülerverkehr: Mehr Busse auf der Straße

Innenansicht eines Busses.
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Symbolbild

Mit dem in dieser Woche anlaufenden Schulbetrieb stellt sich auch wieder die Frage, wie die Kinder und Jugendlichen möglichst coronasicher per Linienbus zum Unterricht und zurück nach Hause kommen. Nachdem die Verträge mit privaten Busunternehmern, die bis zum Lockdown im Dezember Verstärkerfahrten angeboten haben, ausgelaufen sind, hat die Landesregierung die Förderung zusätzlicher Schulbusse bis zu den Sommerferien verlängert.

In einer Erklärung des Landesministeriums für Verkehr heißt es unter anderem: „Die Förderrichtlinie zum Schulbusprogramm sieht eine Vollfinanzierung der Mehrausgaben vor.“ Zusammen mit den im vergangenen Schulhalbjahr gewährten Mitteln seien rund 21 Millionen Euro bewilligt worden. Bislang haben demnach 137 Kommunen Anträge für zusätzliche Schülerverkehre gestellt.

MVG-Sprecher Jochen Sulies kündigte an, ab Montag gelte „der ganz normale Schulfahrplan“. Durch die Aufteilung von Schulklassen „erwarten wir zwar eine geringere Fahrgastnachfrage“. Um jedoch die Einhaltung der Abstandsregeln zu erleichtern und überfüllte Busse zu vermeiden, werde die MVG möglichst viele Verstärkerfahrten „auf die Straße bringen“. Die Abstimmungsgespräche mit den Schulleitungen über den tatsächlichen Bedarf laufen nach Sulies’ Worten derzeit.

Der Sprecher der Lüdenscheider Stadtverwaltung, Sven Prillwitz, kündigte den Einsatz fünf zusätzlicher Busse von drei heimischen Unternehmen an. Ab Montag werde man damit in der Kreisstadt „auf die bewährte Lösung“ aus Dezember 2020 zurückgreifen. Es gelten dieselben Fahrpläne wie kurz vor dem Schullockdown.

Neu ist, dass die Fahrer ein so genanntes Belegungstagebuch führen werden, um die Auslastung der Verstärkerfahrten zu dokumentieren. Die Vereinbarungen zwischen Stadt, Kreis, MVG und privaten Busunternehmen gelten zunächst bis zu den Osterferien.

Nach Angaben des Verbandes Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWV) in Langenfeld stehen derzeit landesweit bis zu 1000 zusätzliche Busse zur Verfügung. NWO-Sprecherin Andriana Sakareli berichtet von Anfragen aus Städten und Gemeinden, die die Förderung in Anspruch nehmen wollen. Einige seien dabei „pfiffiger“ als andere. Sakareli: „Insgesamt ist das Bild uneinheitlich.“

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