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Verspätung bei Vergabe: Firma für die Sprengung steht noch immer nicht fest

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Von: Thomas Machatzke

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Sprengung Talbrücke Rahmede Lüdenscheid
Ein Bild der Rahmedetalbrücke aus dem Dezember 2021. Im Dezember 2022 soll gesprengt werden. Doch bis Mittwoch stand noch nicht fest, welches Unternehmen bei der Vergabe der Sprengung den Zuschlag erhält. © Cedric Nougrigat

Als am 9. Juni die Sprengung der Talbrücke Rahmede ausgeschrieben worden ist, hieß es, dass im August die Vergabe an ein Unternehmen erfolgen soll. Doch nun teilt die Autobahn-GmbH mit, dass auch Mitte September noch keine Entscheidung gefallen ist.

Lüdenscheid – Am Montag im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Lüdenscheid hatte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer noch einmal betont, dass der 18. Dezember der spätestmögliche Termin für die Sprengung der Talbrücke Rahmede sei – und war gleichwohl später sichtlich überrascht von der Nachfrage von CDU-Ratsherr Christoph Weiland, der wissen wollte, ob inzwischen im Vergabeverfahren für die Sprengung eine Entscheidung gefallen sei. Schließlich habe die Vergabe eigentlich bereits im August erfolgen sollen.

Wagemeyer hielt kurz inne und verwies dann auf den Termin des Lenkungsausschusses am Freitag – in diesem Rahmen werde es dazu wohl Informationen geben, genauso wie zur Brückenwächteridee, möglicherweise auch zur Idee der Blockabfertigung und noch zu dem einen oder anderen Gedanken, den das Bundesministerium prüfen wollte für den Umleitungsverkehr in der Bergstadt.

Der Chef des Brückenbauer-Büros, Sebastian Wagemeyer, jedenfalls wollte oder konnte am Montag keine konkrete Aussage treffen. Das tat dafür am Mittwoch auf Nachfrage die Autobahn GmbH. „Das Vergabeverfahren zum Sprengabbruch der Talbrücke Rahmede ist noch nicht abgeschlossen“, stellte Susanne Schlenga, verantwortlich für die Kommunikation in Westfalen, fest, „Informationen zum Verfahren können darum noch nicht gegeben werden.“

Verspätung bei Vergabe: Firma für die Sprengung steht noch immer nicht fest

Die Autobahn Westfalen hatte am 9. Juni die EU-weite Ausschreibung des Sprengabbruchs veröffentlicht. Bis Ende Juli konnten Unternehmen ein Angebot abgeben. Danach hatte die Autobahn GmbH bekanntgemacht, dass es drei Bewerber gebe und nun die Angebote geprüft werden. Sowohl am 9. Juni als auch bei Bekanntgabe der Zahl der Bewerber war als Ziel immer ganz klar definiert worden, dass die Vergabe des Auftrags im August erfolgen sollte.

Auch deshalb, weil der Auftragnehmer, der die Sprengung am Ende durchführt, noch genug Zeit haben soll, die Sprengung mit aller Akribie vorzubereiten. Vor dem Sprengtermin werden im bergigen Gelände mit erheblichem Aufwand alle Vorbereitungen getroffen werden müssen, damit ein entsprechendes Fallbett liegt, in das die Brücke dann hineinfallen kann.

Die Nachfrage, ob dieser nun verspätete Vergabetermin möglicherweise auch Auswirkungen auf den Sprengtermin haben könnte, beantwortete Susanne Schlenga für die Autobahn GmbH knapp: „Der Termin ist Teil der Ausschreibung.“ Es bleibt also dabei: Bis zum 18. Dezember soll definitiv gesprengt werden.

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