Verrückte Leidenschaft: Mann aus Lüdenscheid besitzt 300 Lkw

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Auf rund 300 Stück schätzt Thomas Klotschke seine Sammlung an Modell-Lkw. Gezählt hat er sie aber bisher noch nicht.

Lüdenscheid – Ein Schaukasten neben dem nächsten reiht sich im Hausflur aneinander, gefüllt mit Modellfahrzeugen, vor allem mit kleinen Lkw. „Ich habe sie nie gezählt, aber ich schätze, es sind an die 300 Stück“, sagt Thomas Klotschke. Das ist sein Hobby, er sammelt alles rund um Logistikunternehmen und vor allem die Modellfahrzeuge.

„Es gibt einige, die Modelle sammeln, aber ich bin einer der wenigen, die sich auf die Logistik konzentrieren“, sagt der Lüdenscheider. Schon als Kind sei er von den Lastwagen und großen Fahrzeugen auf der Autobahn begeistert gewesen und ihren verschiedenen Lackierungen und Werbeplanen. 

Als er etwa elf Jahre alt war, sah er einen Lkw von Schenker auf der Straße und fand diesen so interessant, dass er das Unternehmen anschrieb und um einen Modell-Lkw bat, wie er schildert. Einige Busse der Mark Sauerland besaß er zu diesem Zeitpunkt bereits, das Schenker-Modell war jedoch sein erster Lkw. 

Immer mehr Modelle kamen hinzu

Über die Jahre kamen immer mehr Modelle hinzu. Als der heutige Verbundzusteller in den Lüdenscheider Außenbezirken 1987 seine Ausbildung bei der Deutschen Bundespost begann, erweiterte sich seine Sammlung um diverse Postautos von alten Hochdachbullis, über Golf, Käfer, große Lkw bis hin zu elektrischen Streetscootern. 

Doch auch Schweitzer und Niederländische Postautos befinden sich in der Sammlung des Postbeamten sowie Paketzusteller wie UPS, DPD, GLS und Hermes. 

In den 90er-Jahren nahm sein Interesse für die Logistikunternehmen wieder zu. Er begann, im großen Stil zu sammeln und schrieb dazu erneut an die Unternehmen, um sie darum zu bitten, ihm einen Modell-Lkw zuzusenden. Seine Anfragen versendet er heute nicht nur bundesweit, sondern mittlerweile auch weltweit und meist mit Erfolg. 

Ein nettes Antwortschreiben, eine Besichtigungseinladung oder Fachliteratur erhielt der Lüdenscheider gelegelegentlich zu seinem gewünschten Lkw-Modell dazu.

So erreichte ihn vergangenes Jahr kurz nach Weihnachten ein Modell-Lkw von Cargo Domizil aus der Schweiz. „Das war ein tolles Weihnachtsgeschenk“, sagt er. „Mich interessiert der Logistik-Bereich, wie das ganze Drumherum funktioniert und wie alles weltweit zusammenhängt, vor allem auch im Hinblick darauf, dass heute am Computer ganz einfach per Knopfdruck bestellt werden kann“, führt Thomas Klotschke weiter aus. 

Er besitzt auch einen Lkw von Europa, einem Logistikunternehmen aus Großbritannien, von Foodliner aus der Schweiz sowie von Stückgutfirmen aus Dänemark, Österreich und den USA. Die Modelle hat Thomas Klotschke in Schaukästen im Wohnungsflur aufgereiht, und weitere sind direkt daneben in einem Schrank verstaut, da im Flur nicht mehr Platz zur Verfügung stand. 

Einladungen und nette Antwortschreiben

Oft erhielt der Lüdenscheider neben seinem Wunsch auch ein nettes Antwortschreiben und in einigen Fällen wurde er sogar zu einer Betriebsbesichtigung eingeladen. So besuchte er vor fünf Jahren die Niederlassung von Kühne und Nagel in Dortmund und im vergangenen Jahr Dachser Food Logistic in Herne. „Auch von Dachser habe ich mehrere Modelle, vom Oldtimer bis zum modernen Sattelzug“, sagt Thomas Klotschke. 

Sein jüngster Besuch war bei der Firma Schenker in Wuppertal im April 2019. Die Antwortschreiben der Unternehmen bewahrt der 51-Jährige ebenfalls auf. Vier Ordner sind bereits mit den Schreiben der Speditionen gefüllt. Teilweise schickten die Betriebe ihm auch zusätzlich Fachliteratur zu ihrem Unternehmen zu, mit einer persönlichen Widmung. „Dadurch habe ich mir in den letzten Jahren auch ein breites Fachwissen über den Logistikbereich angeeignet“, sagt Thomas Klotschke. 

Vor wenigen Wochen kam ein Buch aus Asien an. Dieses hatte der Gründer von DHL in Asien geschrieben und dem Lüdenscheider Sammler zugeschickt. Was Thomas Klotschke am besten an seinem Hobby findet: „Es ist nie abgeschlossen. Ich finde immer wieder Logistikunternehmen und Modelle, die ich toll finde, und es kommen immer wieder neue Fahrzeuge auf den Markt.“

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