Alle sind streng geschützt

Vermehrte Sichtungen: Vier Schlangenarten gibt es im MK - eine verspritzt Gift

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Schlingnattern leben auch im Märkischen Kreis. 

Lüdenscheid - Immer wieder berichten Spaziergänger, Rad- und Autofahrer von Schlangensichtungen. In den wenigsten Fällen handelt es sich um exotische Tiere. Im Märkischen Kreis kommen diese heimischen Schlangen vor. 

Ringelnatter: Sie kommt in Deutschland am häufigsten vor und ist auch im Märkischen Kreis weit verbreitet. Die ungefährliche Schlange lebt in und an Gewässern. Weibchen können bis 1,50 Meter lang werden. Das Reptil hat eine hell- bis dunkelgraue Grundfarbe und dunkle Flecken. 

Ringelnatter im Märkischen Kreis

Barren-Ringelnatter: Erst 2017 wurde sie als eigene Art klassifiziert. Sie unterscheidet sich von der verwandten Ringelnatter durch barrenartige, schwarze Streifen an der Unterseite. Sie wird 1,60 Meter lang, in Ausnahmefällen sogar bis zu 2 Meter. Es gibt Nachweise aus dem nordwestlichen Sauerland. 

Neue Schlangenart: Barren-Ringelnatter.

Schlingnatter: Die kleinste Schlangenart in Deutschland wird 60 bis 80 Zentimeter lang. Die ungiftige Natter ist meist braun oder graubraun mit Flecken. Sie ist auch im Märkischen Kreis nachgewiesen.

Schlingnattern leben auch im Märkischen Kreis. 

Kreuzotter: Sie ist an dem dunklen Zickzack-Muster auf dem Rücken zu erkennen. Die zu den Vipern gehörende Schlange wird meist nur um die 60 Zentimeter lang und lebt auf feuchten Wiesen, an Waldrändern und Mooren. Sie verspritzt Gift aus zwei Zähnen, auf das Menschen allergisch reagieren können und ist auch im westlichen Sauerland nachgewiesen. 

Kreuzotter

Weitere in Deutschland vorkommende Schlangen sind die folgenden Arten. Sie wurden bislang aber nicht im Märkischen Kreis nachgewiesen. 

Würfelnatter: Sie zählt zu den seltensten Schlangenarten in Deutschland und ist vom Aussterben bedroht. Charakteristisch ist das Würfelmuster auf ihrem Rücken. Die Wasserschlange ist nicht giftig. Im Sauerland ist sie nicht heimisch. Vorkommen gibt es im Westerwald.

Äskulapnatter: Die sehr selten gewordene ungefährliche Schlange ist braun, olivgrün, graubraun oder grauschwarz und kann etwa 1,60 Meter lang werden. Im Sauerland sind keine Vorkommen dokumentiert, wohl aber im Taunus.

Äskulapnatter

Aspisviper: Die giftige Schlange kommt nur noch im Südschwarzwald vor. Das bis zu 90 Zentimeter lange Tier hat einen dreieckigen Kopf und eine charakteristische Schnauze. Wie bei der Kreuzotter ist ihr Gift für Menschen nicht tödlich, kann aber allergische Reaktionen hervorrufen. 

Und dann gibt es noch diese Art, die häufig verwechselt wird. Im Märkischen Kreis ist sie häufig anzutreffen: 

Blindschleiche: Die heimische Echsenart ist keine Schlange, wird aber häufig für eine gehalten. Sie gehört zur Familie der Schleichen und ist im Märkischen Kreis weit verbreitet. Die Tiere werden in NRW maximal bis zu 45 Zentimeter lang. Sie gelten als ungefährdet, dürfen aber nicht gefangen werden.

Blindschleiche

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