Schulanmeldungen: Freude und Ernüchterung

Punktlandung am Zeppelin-Gymnasium mit 81 Anmeldungen für die drei neuen fünften Klassen.

LÜDENSCHEID - So sehr gezittert wie Christiane Langs-Blöink hat wohl keiner der Schulleiter der weiterführenden Schulen am letzten Anmeldetag am Freitag. „Bis mittags hatten wir 60 Anmeldungen, um 18 Uhr waren es dann 100“, sagt sie, und die Erleichterung ist der Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule durchs Telefon anzumerken.

Die Ursache für den satten Schub am Nachmittag war, dass viele Eltern zunächst den Abschluss der Projektwoche an der Grundschule Bierbaum besuchten, um danach ihre Kinder an der THR anzumelden. Damit bleiben die Anmeldezahlen an der Gustavstraße auf dem Niveau des vergangenen Jahres, als es 110 waren.

Über ein „hervorragendes Ergebnis freut sich auch Peter Wagener, Leiter der Richard-Schirrmann-Realschule. „Mit 80 Anmeldungen haben wir eine Punktlandung hingelegt. Wir können zudem auch eine bilinguale Klasse bilden. Viele Eltern haben sich bewusst für die längere Schullaufbahn entschieden.“

Nur 19 Anmeldungen verzeichnete dagegen Marco Sawatzki von der Ganztagshauptschule Stadtpark, genau die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. „Es kommen wahrscheinlich noch einige dazu, aber in diesem Jahr zeigt die Kurve nun einmal nach unten.“

Mit gemischten Gefühlen hingegen registrierten die Schulleiter der Gymnasien die Anmeldesituation. „Optimal“ sind die Zahlen am Zeppelin-Gymnasium, wo Schulleiter Dr. Stefan Werth auf 81 Anmeldungen kommt – Punktlandung für den Richtwert von 27 Kindern pro Klasse. „Die Klassen sind überschaubar, wir sind zufrieden.“ Bei 78 Anmeldungen im Vorjahr hat das Zepp damit leicht zugelegt. Weitere 25 Anmeldungen registrierte man für die Oberstufe.

Gleich nebenan am Geschwister-Scholl-Gymnasium ist Schulleiterin Antje Malycha „etwas unglücklich“. Am Scholl, ebenfalls dreizügig, kommt es zum Losverfahren. Die aktuell 97 Anmeldungen kann man in drei Klassen aber nicht verkraften. Damit hat die Schule im Vergleich zum Vorjahr (92 ) noch zugelegt. Sicher sind damit am Scholl nur die neuen Schüler, die bereits Geschwister dort haben. Fünf Anmeldungen in der Oberstufe sind dort unproblematisch.

„Kein schönes Ergebnis“ – so kommentiert Dieter Utsch, kommissarischer Leiter des Bergstadt-Gymnasiums, die Lage. Mit 87 Anmeldungen nach 126 im Vorjahr schlug hier die insgesamt sinkende Schülerzahl voll durch. An Fünfzügigkeit wie in früheren Jahrgängen scheint nicht zu denken. Mit den rechnerisch überzähligen Meldungen vom Scholl wäre die Vierzügigkeit exakt erreicht. Um 17 Schüler stärker wird die Oberstufe am BGL. - flo/my

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