Verlegte Haltestelle sorgt für Unmut Im Olpendahl

LÜDENSCHEID - An einen Schildbürgerstreich glaubten die Eheleute Dahlhaus Im Olpendahl: Im Frühjahr erhielt ihre Haltestelle der MVG-Linie 54 „Wehberg Wendestelle“ ein neues Buswartehäuschen. Ende August kam dann der Fahrplanwechsel. Seither hält der „54er“ hier gar nicht mehr. Einsteigen müssen sie nun in die Linie 44, doch die stoppt schräg gegenüber an der Haltestelle „Wehberg“. Dort stehen sie wieder ungeschützt im Herbstregen, und der Winter steht vor der Tür.

Nun würde man ja unterm schützenden Dach abwarten, bis der Bus kommt, und dann schnell über die Straße laufen, meint das Ehepaar. Nur: „Vom Häuschen aus erkennt man den Bus erst, wenn es zu spät ist. Der Wagen fährt dann durch, weil niemand an der Haltestelle wartet.“

Angesichts der misslichen Lage fragten die Anlieger bei der MVG nach, wurden dort aber an die Stadt verwiesen, wo es hieß: „Fragen Sie doch die MVG.“ Die langjährigen LN-Leser wandten sich schließlich an ihre Zeitung.

Des Rätsels Lösung: Das Ganze ist zwar kein Schildbürgerstreich, aber auch kein Glanzstück in Sachen Kundeninformation. Und eine Lösung erscheint zumindest möglich. Denn laut MVG-Pressesprecher Jochen Sulies will sein Unternehmen jetzt mit dem Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb STL reden, Der STL ist für das Aufstellen von Wartehallen zuständig. Er soll prüfen, ob es wenigstens für stadteinwärts fahrende 44er-Busse an der Haltestelle „Wehberg“ ein Wartehäuschen geben kann.

Die Wartehalle an der Wendestelle kann nicht dorthin umgesetzt werden. Denn sie wird laut Sulies auch jetzt noch gebraucht: „Hier halten seit dem Fahrplanwechsel am 29. August alle Busse der Linie 44, die hier enden und in Gegenrichtung wieder einsetzen – zum Beispiel montags bis freitags halbstündlich von 12.48 Uhr bis 15.18 Uhr.“ Hinzu kommt der zahlreich genutzte Schulbusverkehr.

Die Eheleute Dahlhaus und andere Betroffene können somit jetzt nur hoffen, dass die Werbefirma, die beim Aufstellen der Wartehäuschen ein gewichtiges Wörtchen mitredet, auch ihre neue Haltestelle als lohnend bewertet.

Die seit Ende August beobachteten Verspätungen Im Olpendahl seien gestern korrigiert worden, ergänzte Sulies. Das könne die MVG regelmäßig und stadtweit erst nach den Herbstferien machen: „Wir müssen uns immer wieder neu auf die tatsächlichen Schulzeiten nach den Sommerferien einstellen.“

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