Verkehrswacht kann vier neue Displays anschaffen

Martin Kornau, Vorsitzender der Verkehrswacht Lüdenscheid.

Lüdenscheid - „Lotti“ und „Kurt“ sollen auch in Lüdenscheid heimisch werden. Das wünscht sich Martin Kornau. Der Vorsitzende der Verkehrswacht hält es für „eine fantastische Idee“, mit Hilfe der beiden Handpuppen maßgeschneiderte Verkehrssicherheitsberatung für Senioren zu leisten.

In Iserlohn ist diese Initiative der Kreispolizeibehörde jetzt angelaufen. An jedem ersten Mittwoch im Monat läuft die Präventionskampagne mit dem Puppenpärchen dort kurz vor den Vorstellungen des etablierten Seniorenkinos.

„Es ist nicht ganz einfach, an aktive Senioren heranzukommen“, weiß Kornau. Durch die Initiative der Verkehrssicherheitsberater der Polizei erreiche man über das Kinoangebot mobile Senioren und könne sie mit Film-Trailern und kurzweilig präsentierten Stichpunkten über auf sie zugeschnittene Themen informieren – etwa über spezielle Fahrsicherheitstrainings auf dem von den hiesigen Verkehrswachten gemeinsam genutzten Übungsgelände in Hemer.

Langfristig, so hofft der Verkehrsfachmann, lasse sich die Idee vielleicht auch in Zusammenarbeit mit einem Lüdenscheider Kino verwirklichen: „Die nächsten Monate werden zeigen, wie das Pilotprojekt in Iserlohn ankommt.“ Und welchen Aufwand es für die Verkehrssicherheitsberater bedeute. Dass die Polizei ein Interesse daran hat, möglichst viele Verkehrswachten mit ins Boot zu nehmen, wisse er aus Vorgesprächen.

Zielgruppenansprache wird für die Verkehrswacht immer wichtiger. Nur so kann sie typischen Gefahrensituationen für bestimmte Altersgruppen wirksam begegnen. Für Kinder haben die Ehrenamtler übers Jahr gesehen besonders viele Aktivitäten im Programm, wie der aktuelle Geschäftsbericht erläutert. Den diskutieren die Mitglieder auf ihrer Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 25. März, 19 Uhr, im Schützenhallen-Restaurant „Castello“.

Kern-Thema für Kinder wird in diesem Jahr die Fertigstellung des dauerhaften Kettcar-Parcours-Geländes auf der ehemaligen Schützenplatz-Eisbahn auf dem Loh sein. Der Entwurf für eine vielseitig nutzbare Markierung liegt vor.

Im Mai soll die Teilfläche präpariert werden. Ab Frühsommer will die Verkehrswacht regelmäßig Termine anbieten und Kindern die Möglichkeit zum Kettcar-Fahren und zu ersten spielerischen Verhaltensübungen als Fahrer im Straßenverkehr abseits von Veranstaltungen bieten.

Das Kettcar-Angebot ist durch den Siku-Flohmarkt und den Weltkindertag bekannt und beliebt, wo die Verkehrswacht 2014 unter anderem präsent war. Ein Schulranzen-Tag bei Sonneborn, Sehtests an Grundschulen, Transparente zum Schulanfang oder die Verkehrssicherheitstage im Stern-Center – übers Jahr gesehen stehen Kinder immer wieder im Zentrum von Aktionen.

Aber auch Erwachsene nutzen die Angebote, allen voran Seh- und Reaktionstests, gerne und häufig, wie die Zahlen des Geschäftsberichts belegen. Die vielen Aktivitäten der Verkehrswacht, um das Leben in der Stadt sicherer zu machen, summieren sich auf rund 1300 Einsatzstunden im Jahr.

Das wird auch von den Gerichten honoriert, die immer wieder Bußgelder zuweisen. Dadurch können die Aktiven erneut in Dialog-Displays investieren. Vier weitere werden 2015 installiert, um Fahrern ein Signal zu geben, ob sie zu schnell unterwegs sind. „Wo genau, steht noch nicht fest“, sagt Martin Kornau. „Das hängt auch von den technischen Möglichkeiten vor Ort ab.“ - sum

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