Grunderwerb erforderlich

Immer wieder Stau am Bräuckenkreuz: Ist Kreisverkehr die Lösung?

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Zu viele "Bypässe" verhindern einen Kreisverkehr auf der Bräuckenkreuzung.

Lüdenscheid - Die Bräuckenkreuzung bleibt ein Sorgenkind der Verkehrsplaner. Daran wird sich wohl auch nach neuen Optimierungsvorschlägen von Brilon Bondzio Weiser, der Bochumer Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen, nichts ändern.

Richard Baumert, Abteilungsleiter Verkehrstechnik, stellte im Bau- und Verkehrsausschuss einige Ideen vor, um die erheblichen Rückstaus, gerade zu Stoßzeiten im Berufs- und Schulverkehr, zu minimieren.

Zwar skizzierte Baumert per Entwurf auch einen Kreisverkehr, bilanzierte aber: „Wir benötigten einen Radius von 35 Metern, um die nötige Fläche einzukreisen, aber da in dem gesamten Bereich auch vorhandene Bushaltestellen und Fußgängerüberwege zu berücksichtigen sind, wird das kaum zu machen sein. Außerdem müssten anliegende Grundstücke erworben werden, um die nötige Ausdehnung überhaupt hinzubekommen.“

An allen vier Armen der Kreuzung – Herscheider Landstraße, Bräuckenstraße, Hochstraße und Talstraße – komme es immer wieder zu Überlastungen. Eine Entlastung könne der Bau einer zweiten Linksabbiegespur von der Hoch- in die Bräuckenstraße bringen, was aber einen Grunderwerb auf der rechten Seite der Hochstraße kurz vor der Kreuzung erfordere. Dabei handelte es sich um einen Grünstreifen, also nicht bebautes Gelände. 

Außerdem sei vorstellbar, die Busspur, die in Höhe der Staberger Straße beginne und bis zur Kreuzung führe, auch für den Pkw-Verkehr freizugeben.

Auf der anderen Seite der Kreuzung, also aus Richtung Herscheider Landstraße, müsste nach den Vorstellungen Baumerts im Kurvenbereich in Höhe der Abzweigung An der Mehr der Kurvenbereich breiter zugeschnitten werden, um von hier aus kommend eher in die Talstraße abbiegen zu können und somit einen besserer Verkehrsfluss geradeaus in Richtung Innenstadt und nach rechts in die Bräuckenstraße zu ermöglichen. 

Hinzu kommen könne eine Optimierung der Ampelschaltung von 120 auf 110 Sekunden. Setze man all dies um, müssten gut eine Million Euro investiert werden. Am Zug wäre dann der Landesbetrieb Straßen.NRW als Baulastträger. „Wir sind mit dem Landesbetrieb im Gespräch“, sagte Fachbereichsleiter Martin Bärwolf.

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