Planung der Stadt

Zu viele Staus, zu schnelle Fahrer - diese Gegenmaßnahmen sind in Lüdenscheid geplant

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Lüdenscheid – Rückstaus am Bräuckenkreuz, zu schnelles Fahren in Tempo-30-Zonen, insbesondere in der Nähe von Grundschulen und Kindergärten – SPD-Ratsherr Fabian Ferber stellte mehrere Anfragen dazu an die Verwaltung und wollte wissen: Welche Maßnahmen wird die Stadt ergreifen?

Antworten darauf gab es in der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses.

Dannenbergstraße 

In der Tempo-30-Zone der Dannenbergstraße soll bald eine Verkehrsmessung durchgeführt werden. Der Verwaltung sei zwar nicht bekannt, dass es dort vielfach Verstöße gegen die Höchstgeschwindigkeit geben soll, doch nach Ferbers Anfrage soll das mittels Geschwindigkeitsanzeigetafeln geprüft werden. Die Daten werden das Ordnungsamt und die Polizei erhalten, um dann über mögliche Überwachungsmaßnahmen zu entscheiden. Unfälle habe es in dem Bereich in den vergangenen drei Jahren kaum gegeben.

Kreuzung Bräucken 

Von Rückstaus auf der Kreuzung Nottebohmstraße/Bräuckenstraße berichtet Ferber. Besondere Probleme seien dort aber nicht bekannt, schreibt die Verwaltung. 2011 wurde ein Verkehrsgutachten erstellt, als es um die Ansiedlung des Einzelhandelszentrums ging. Und: Bei der Überplanung der Ampelanlagen ergab eine Verkehrserhebung, dass das Verkehrsaufkommen sogar niedriger sei als vom Gutachten prognostiziert, heißt es. 

Dennoch: Die Koordinierung der Ampelanlagen werde optimiert. Jedoch müsse dabei beachtet werden, dass kein Rückstau auf die Bundesstraße entstehe, „dies kann nur zulasten der Gegenrichtung bzw. der Nebenrichtung (Leifringhauser Straße/Wefelshohler Straße) erfolgen“. Prüfen will die Verwaltung aber, ob eine Änderung der Spuraufteilung auf der Nottebohmstraße sinnvoll ist, um die Rückstausituation in Fahrtrichtung Bräuckenstraße zu verbessern. 

Parksituation und Lidl 

Bereits in der Vergangenheit habe die Verwaltung dem Eigentümer eines ansässigen Nahversorgungszentrums eine mögliche Verkehrsregelung auf dem Parkplatz vorgeschlagen. Um welches es sich handelt, wird nicht genannt. Die Parksituation wirke sich auch auf den Verkehr aus. Aber die Umsetzung, etwa eine Einbahnstraßenregelung, muss durch den Eigentümer erfolgen. Ferbers Anfrage will die Verwaltung nun zum Anlass nehmen, erneut den Kontakt zu suchen, damit die Situation verbessert werden kann. Durch die geplante Neuansiedlung des Lidl-Marktes am Bräucken sei nicht von mehr Verkehr auszugehen. Jedenfalls nicht nach Einschätzung des Verkehrsgutachters. 

Hohfuhrstraße 

Zu schnell fahren laut Anwohnern auch regelmäßig Autofahrer in der Tempo-30-Zone der Hohfuhrstraße. Gefährlich sei das insbesondere für die Kinder der dort ansässigen Kindertageseinrichtung. Auch dort sollen die Verkehrsdaten nun neu erhoben und an die Polizei weitergegeben werden. Bei einer Verkehrsmessung 2017 seien Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt worden, aber in einem engen Rahm von unter 10 km/h, heißt es. Die Gehwege seien sicher und Schilder weisen auf Gefahren hin, etwa: „Achtung Kinder“ und „Kindergarten“.

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