Vergewaltigung am 45. Geburtstag

Lüdenscheid - Ein 45-Jähriger aus Lüdenscheid muss sich vor dem Landgericht Hagen wegen mehrerer Delikte verantworten. Unter anderem hatte er an seinem 45. Geburtstag seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt.

Es war der Geburtstag eines 45-jährigen Lüdenscheiders: An einem Herbsttag 2012 kippte er sich in zwei Kneipen mit Bier und einigen härteren Spirituosen voll und kehrte in der Nacht nach Hause zurück.

Dieses Zuhause teilte er sich noch mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin, und in jener Nacht kam dem 45-Jährigen der verhängnisvolle Gedanke, dass ebendiese Frau ihm sexuell zu Willen sein müsse.

„Er hat sie vergewaltigt“, berichtete ein Polizeibeamter am Mittwoch von den Ermittlungen im Landgericht Hagen, wo sich der Lüdenscheider wegen dieses und anderer Delikte verantworten muss – Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung. „Er könne mir auch die Arme brechen“, soll das Opfer bei der Polizei eine dieser Drohungen wiedergegeben haben. Doch es ging noch schlimmer: „Er hat gesagt, dass er mich und meine Kinder umbringen würde“, soll die Frau bei der Polizei erzählt haben. Zur Bekräftigung der Drohung soll er behauptet haben, im Besitz einer Pistole zu sein.

Einige Wochen vor der mutmaßlichen Vergewaltigung soll es bereits eine ähnliche Szene gegeben haben – damals hatte angeblich noch die Anwesenheit eines der Kinder der Frau Schlimmeres verhütet. Vier hatte sie aus ihrer Ehe mitgebracht, ein weiteres hat sie mit dem Angeklagten.

Auf acht bis zehn Halbliter-Flaschen Bier schätzte der erste Kneipenwirt jenes Abends den Konsum seines Gastes. Die zweite Wirtin legte einen weiteren Liter Bier, Raki und Ouzo oben drauf. „Nüchtern war der bestimmt noch nie“, vermutete sie im Gericht. - thk

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