In der Verfolgung wächst der Glaube

Bärbel Wilde freute sich über großes Interesse an den Gemeindetagen und über das Konzert von Living Gospel am Samstagabend, das nur einer der musikalischen Programmpunkte war.

Lüdenscheid - „Mir hat niemand erzählt, dass weltweit 100 Millionen Christen verfolgt werden. Deshalb erzähle ich das jetzt.“ Markus Rode war am Samstagabend zu Gast bei den Gemeindetagen unter dem Wort in der Christuskirche. Der Leiter von Open Doors in Deutschland war das Sprachrohr derjenigen, um die sich die weltweite Hilfsorganisation kümmert.

Unter dem Titel „Christsein in der Verfolgung“ berichtete er „von der größten Christenverfolgung aller Zeiten“. Er ließ Menschen aus Nigerias, aus Eritrea, aus Nordkorea und anderen Ländern zu Wort kommen, in Zitaten oder in Videoeinspielungen, was seine Ausführungen noch eindrucksvoller werden ließ. Rode berichtete über das unsägliche Leid der Menschen, aber auch über ihr Bekenntnis zu Jesu und den Willen zur Verkündigung, die durch die Verfolgung noch gestärkt würden. Der Glaube werde sogar erfolgreich verbreitet.

„Christsein in der Verfolgung heißt, unter unfassbaren Umständen vergeben zu können“, sagte Rode. Er erzählte von dem Pastor aus Nigeria, der schon zwei Kinder verloren hatte und nach einen Massaker erst seine Frau und dann seine 13-jährige Tochter sterbend in den Armen hielt. Nigeria sei das Land, in dem 2012 die meisten Christen ermordet wurden. Ein Mädchen in einem anderen Land war mit drei Freundinnen auf dem Nachhauseweg von der Schule, als sie von jungen Islamisten mit Macheten angegriffen wurden. Das Mädchen überlebte als einzige, schwerstverletzt. In Eritrea würden Christen in Speditionscontainern eingesperrt, in Nordkorea seien derzeit 50- bis 70 000 in Arbeitslagern inhaftiert – und selbst dort werde der christliche Glaube verkündet. Die Kollekte an diesem Abend wurde für Open Doors gesammelt. Unterstützt werden sollen damit Flüchtlinge aus Syrien. Im Abschlussgottesdienst am Sonntag predigte Dr. Michael Diener, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, über die Verherrlichung und die Herrlichkeit Jesu und Gottes – der Glaube daran verbinde alle Christen, egal welcher Konfession.

Zum Abschluss gab es erneut hochklassige musikalische Beiträge. Der Samstag begann mit einem Konzert von Living Gospel. Sonntag sangen das Lüdenscheider Männerquartett und der Bergstadtchor. An den Abenden zuvor gab es Musik vom Chor Contacte, dem Bläserchor Geisweid, den Chören der Christuskirchengemeinde und Brass-sound (Bläserkreis der Christuskirche) sowie dem Kirchenchor Maria Königin.

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