So startet die neue Spielzeit im Kulturhaus

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Kulturhausleiterin Rebecca Egeling (2. von links) stellte das Programm zur Spielzeiteröffnung vor.

Lüdenscheid - Ein illustres Ensemble eröffnet am 31. August, 1. und 2. September die neue Spielzeit im Kulturhaus: Don Carlos, der Clown Pipo, der Grüffelo, Marian Heuser, Sascha Thamm, Volker Schmidt-Gertenbach und auch der Berliner Vorleser Thomas Schleissing-Niggemann. Gemeinsam und auf Einladung von Kulturhausleiterin Rebecca Egeling wollen sie alle für einen fulminanten Start in die neue Spielzeit sorgen. Alte Bekannte wie Volker Schmidt-Gertenbach, der seit Jahren die Sinfoniekonzerte der Spielzeit vorstellt, und neue „alte Bekannte“ wie das Slammer-Duo Thamm und Heuser sollen eine breite Altersstruktur der Kulturhausbesucher abdecken.

Mit der Premiere der Inszenierung „Don Carlos - Corridors of Power“ kommt der Verein „Zukunft Kultur“ gemeinsam mit dem Landesjugendorchester in die Bergstadt und will die Geschichte von Kampf und Freiheit darstellen, einschließlich einer Premierenfeier. Tags drauf sind Sprachwitz und Poesie angesagt. „Wir möchten eine Stimmung wie beim , Tag der offenen Tür’ erzeugen. Die Leute sollen auch nach den Vorstellungen hierbleiben und mit uns anstoßen“, wünscht sich Egeling ein altersgemischtes Publikum zur Spielzeiteröffnung. Foyer und Restaurant werden bestuhlt, es gibt Kaffee und Gebäck, Disco, Aftershow-Party mit Outa Rim und Lesungen aus dem Programm der Schauspielreihen – eine Einführung in das Programm der besonderen Art.

Mit „Don Carlos“ unter musikalischer Leitung von Sebastian Tewinkel beginnt offiziell die neue Spielzeit im Kulturhaus. Allerdings trägt „Don Carlos“ den Beinamen „corridors of power“ und wird dargestellt vom Ensemble des Vereins „Zukunft Kultur“, der mittlerweile auf vier erfolgreiche, spannende und inspirierende Jahre zurückblicken kann. „Ich bin sehr froh darüber, dass der Verein die Premiere der Oper in Lüdenscheid zeigt“, stellte Kulturhausleiterin Rebecca Egeling das Programm des Eröffnungswochenendes vor. Mit im Boot ist das Landesjugendorchester NRW. Ein junges Team internationaler Solisten erzählt im Kulturhaus, unterstützt von geflüchteten Menschen des Vereins „Zukunft Kultur“, eine Geschichte von Kampf, Freiheit und Selbstbestimmung. „Wir wollen aber hier nicht nur durchrauschen, sondern mit der Stadt arbeiten“, erläuterte Cornelia Lanz (Zukunft Kultur).

Der Remscheider Slammer Sascha Thamm gestaltet gemeinsam mit Marian Heuser einen poetischen Eröffnungsabend.

Zum Konzept gehöre die Unterbringung des Ensemble in privaten Haushalten in Lüdenscheid, ebenso wie im Vorfeld Vorträge, das persönliche Kennenlernen zwischen Akteuren und Zuschauern, öffentliche Proben, eine Podiumsdiskussion, Kamingespräche, transkulturelles Catering und vieles mehr. Rund eine Woche vor der eigentlichen Aufführung werden die Schauspieler bereits in Lüdenscheid sein, um mit den Menschen der Bergstadt ins Gespräch zu kommen. Die Oper solle also Medium zum Dialog werden.

Die Produktionen des Vereins gelten europaweit als Leuchtturmprojekte gelungener Integration und transkultureller Arbeit durch Musiktheater. Finanziert wird der Verein überwiegend aus NRW-Geldern, Sponsoren sind allerdings ebenso erwünscht wie Lüdenscheider, die Ende August einen oder mehrere Schauspieler beherbergen wollen. Insgesamt 15 private Unterkünfte werden gesucht.

„Viele Angebote sind am Eröffnungswochenende umsonst“, so Egeling. Sie möchte zeigen, dass das Kulturhaus ein Ort ist, an dem jeder Theater erleben und begreifen kann. Zur Vorstellung des Eröffnungsprogramms liegt auch das neue Abo-Heft vor, das in den kommenden Tagen zu Tausenden eingetütet und an die Abonnenten verschickt wird. Neben den fast schon „Regularien“ wie „Warten auf das Stadtfest“, den Schauspielreihen und den Kindertheaterreihen wird es zwei Inszenierungen für die Zielgruppe der „Halbstarken“, so der Name der Reihe, geben: Krabat mit dem Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel und „Löcher – das Geheimnis von Green Lake“ mit dem Jungen Theater Bonn.

Damit möchte Egeling eine Lücke schließen zwischen denen, die den Kinderschuhen entwachsen sind, sich aber noch nicht zu „Großen“ zählen. Für den Sommer 2018 werden in der zweiten Sommerferienwoche Workshops mit Hip-Hoppern aus Lüdenscheid angeboten. Hier soll das Ergebnis eine kontinuierliche Arbeit sein, die möglicherweise in einem Theaterstück endet.

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