Begegnungen in Wort und Bild

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Sie freuen sich auf die Ausstellung (von links): Museumsleiter Dr. Eckhard Trox, Dorna Hataamloy, Ulrike Tütemann und Markus Hacke.

Lüdenscheid - Doraisamy Rajegopal ist Tamile. Als er nach Lüdenscheid kam, traf er auf Matthias Wagner. Fortan verband die beiden der unermüdliche Einsatz für Flüchtlinge, und Matthias Wagner wurde zur wichtigsten Person, während Rajegopal versuchte, im fremden Deutschland Fuß zu fassen.

Geschichten wie diese sind Inhalt einer Ausstellung, die der Verein „Wir hier“ im kommenden Jahr in den Museen der Stadt präsentiert. Begegnungen, Menschen, die sich auf beiden Seiten gefunden haben, die eine tiefe Freundschaft verbindet – „Freunde.“, so wird der Titel sein. In diesen Tagen bekam der noch junge Verein „Wir hier“ die Zusage des Landes NRW für Fördermittel in Höhe von 17 400 Euro für dieses Projekt. „Auch auf Landesebene sieht man inzwischen, dass interkulturelle Zusammenarbeit im Kommen ist“, sagt die Vereinsvorsitzende Dorna Hataamloy. Die Fördermittel waren allerdings nur die „halbe Miete“, um das Projekt zu realisieren. 3000 Euro Eigenmittel fehlten noch, zu viel für den erst im Oktober gegründeten Verein. Und wer Dorna Hataamloy kennt, kann sich gut vorstellen, welchen Jubelschrei sie losließ, als die Sparkasse Lüdenscheid wie selbstverständlich die geforderten Eigenmittel übernahm. „Uns liegt an einem friedvollen Miteinander in der Stadt und an der Förderung kultureller Vielfalt“, so Markus Hacke (Sparkasse) bei der Vorstellung des Projektes.

Bereits im Vorfeld hatte der Verein die Museen als Veranstaltungsort mit ins Boot geholt. Dankbar sei man dem Museumsleiter Dr. Trox für seine fachliche Unterstützung bei der Antragsstellung. Von Seiten der Museen werden nun die Räumlichkeiten, Haustechnikerkosten, Beleuchtung und all das übernommen, was die Besucher der Ausstellung nicht sehen werden. Insgesamt ist das Projekt auf 40 000 Euro taxiert.

Zu sehen bekommen die Lüdenscheider im nächsten Jahr eine Fotoausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert wird. 15 Lüdenscheider mit Migrationshintergrund werden offenbaren, wer der wichtigste Mensch ohne Migrationshintergrund nach ihrer Ankunft in Deutschland gewesen ist. Hataamloy: „Wir haben dabei Freundschaft sehr weit gefasst. Das kann ein Lehrer sein, die Sachbearbeiterin im Sozialamt, der Kollege oder auch der Vereinskamerad. So entstehen Bezugspaare, die wir professionell fotografieren lassen.“ In Workshops wird die Geschichte zum Foto erarbeitet, ebenso werden die Paare sich gegenseitig in einem Fotoworkshop fotografieren. Ein Rahmenprogramm soll die Ausstellung begleiten. Die Eröffnung ist für April 2015 geplant. - rudi

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