Oberstadt-Kneipe macht vierwöchige Pause

Lønneberga-Ärger führt zu Gründung von: „Onkel Willi und Söhne“

Am Wochenende ging's fürs Lønneberga in die Sommerpause.

Lüdenscheid - Wer die „Zu-laut-und-zu-unruhig“-Diskussion um die Oberstadt-Kneipe „Lønneberga“ noch im Hinterkopf hatte, mochte an eine endgültige Schließung denken. Doch die „Wir schließen“-Plakate an der Hochstraße weisen nur auf die Sommerpause des Lokals hin.

Neuer Ärger mit Nachbarn oder Stadt sei jedenfalls ausgeblieben, sagte Mitbetreiber Steffen Schulte-Lippern: „Wir haben uns am Riemen gerissen.“ Auch die Beschränkung von Veranstaltungen sei offensichtlich vom Tisch, freut er sich. „Grundsätzlich ist uns die Stadt dann doch entgegengekommen.“ Die wahrscheinlich vierwöchige Pause nutzen die Betreiber jetzt, um den Laden wieder etwas auf Vordermann zu bringen.

Grundsätzlich jedoch sei das Thema Gastronomie in Alt- und Oberstadt damit noch nicht vom Tisch, sagte Schulte-Lippern aber auch. Nach wie vor gebe es Gesprächsbedarf für die Zielgruppe, finden er und eine Gruppe Gleichgesinnter. Die fühlten sich auch nicht unbedingt vertreten durch die Initiativen, die sich derzeit um ein besseres Verhältnis zwischen Händlern und Gastronomen zur Stadtverwaltung bemühten.

„Wir haben gerade einen Verein gegründet als Sprachrohr unserer Generation“, deutet er an. „Onkel Willi und Söhne“ wolle es sich künftig zur Aufgabe machen, die einschlägigen Gastronomiebetriebe und Veranstalter an einem Tisch zu versammeln und „gemeinsame Sache“ zu machen: „Jeder sieht den Bedarf, es muss was passieren“, findet Schulte-Lippern. Die Stadt beleben, Angebote schaffen und bündeln, letztlich junge Fachkräfte hier binden, die sich hier „vernetzen und verlieben“ sollen – das sei das Ziel.

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