Verdi-Warnstreik trifft am Mittwoch auch Lüdenscheid

In Lüdenscheid sollen Beschäftigte von STL, Kitas, Klinikum, Rathaus und Kreishaus zum Warnstreik aufgerufen werden.

LÜDENSCHEID ▪ Der für den morgigen Mittwoch angekündigte ganztägige Warnstreik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in NRW trifft auch Lüdenscheid: „Wir werden aufrufen“, bestätigte auf Anfrage der Kreisvorsitzende der Gewerkschaft, Josef Filippek. Welche Betriebe am Mittwoch genau bestreikt werden, sagte Filippek noch nicht.

Sicher erscheint nach weiteren LN-Informationen aber, dass der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL) ebenso dabei ist wie Kindertagesstätten, das Klinikum Hellersen, das Rathaus und das Kreishaus. Dem Vernehmen nach soll es für alle Einrichtungen, die Menschen betreuen, Notdienstvereinbarungen geben.

Vor dem Kreishaus soll um 9 Uhr morgens eine Verdi-Kundgebung stattfinden. Danach wollen die Gewerkschafter, wie sonst am 1. Mai, über die Heedfelder Straße in Richtung Innenstadt ziehen. Von dort geht es in die Gaststätte Dahlmann – was laut dem Verdi-Kreisvorsitzenden kein Zufall ist: „Das war beim großen dreiwöchigen Arbeitskampf vor 20 Jahren unser Streiklokal.“ Daran wolle man erinnern und auch anknüpfen. Er hoffe auf eine große Beteiligung an dem Warnstreik, da es auch für die Beschäftigten im Märkischen Kreis um viel gehe, sagte Filippek. „Wir wollen auch ein Signal für unsere Kampfbereitschaft setzen.“ Und: Weil es im heimischen Raum längere Zeit keine Ausstände mehr gegeben habe, würden die aktuellen Aktionen für nicht wenige Mitglieder die ersten überhaupt sein, an denen sie teilnehmen.

Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb haben eine Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat, aufgestellt. Die Arbeitgeberseite legte bisher kein Angebot vor.

Für die Stadt Lüdenscheid, die sich im Nothaushalt und in Konsolidierungsgesprächen befindet, wäre ein hoher Abschluss ein zusätzlicher Kostenfaktor. Kämmerer Karl Heinz Blasweiler sieht die Stadt in dem bundesweit geführten Tarifkonflikt aber als ohnmächtig an: „Das wird über uns kommen wie der nächste Lüdenscheider Regenschauer.“

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