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Brutales Verbrechen im Rotlicht-Milieu: Frau (38) ins Gesicht geschossen

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Von: Olaf Moos

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Waffe Pistole Revolver (Symbolbild)
In Lüdenscheid kam es nach zu einem brutalen Gewaltverbrechen im Rotlicht-Milieu. (Symbolbild) © Boris Roessler/dpa

Nach einem brutalen Gewaltverbrechen im Lüdenscheider Rotlicht-Milieu haben die Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission des Hagener Polizeipräsidiums Ermittlungen aufgenommen.

Lüdenscheid - Bislang unbekannte Täter haben nach aktuellem Kenntnisstand in Lüdenscheid eine Prostituierte (38) überfallen, ausgeraubt und vermutlich mit einer Pistole ins Gesicht geschossen. Zu weiteren Details schweigt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen.

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Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Dr. Gerhard Pauli, bestätigt einen „Vorfall“ in der Nacht zu Sonntag in der Innenstadt. Die Aussagen der verletzten Frau müssten noch gründlich überprüft werden, so Dr. Pauli.

Lüdenscheid: Gewaltverbrechen im Rotlicht-Milieu - in Waldstück überfallen und angeschossen

Nach Informationen unserer Redaktion hatte die 38-Jährige, offenbar eine Spanierin, nach eigener Aussage in der Nacht Geld aus einem Bankomaten gezogen, als sie in der Nähe des Loher Wäldchens bemerkte, dass sie von zwei Männern verfolgt wird. Die Unbekannten, so die Angaben des Opfers, hätten sie in sexueller Absicht angesprochen und ihr dann das Bargeld geraubt.

Die Gewalt eskalierte, als einer der Täter eine Pistole zog, auf das Gesicht der Frau zielte und abdrückte. Vermutlich handelte es sich um eine Schreckschusswaffe. In Ermittlerkreisen ist von einem „aufgesetzten Schuss“ die Rede.

Lüdenscheid: Gewaltverbrechen im Rotlicht-Milieu - Frau erleidet schwerer Gesichtsverletzungen

Nach Erkenntnissen von Waffenexperten und Medizinern kann die beim Abfeuern entstehende Druckwirkung bis zu 400 Bar stark sein – und damit so massiv, dass ein auf den Kopf aufgesetzter Schuss tödliche Folgen haben kann.

Das Opfer des Angriffs schleppte sich offenbar mit letzter Kraft bis zu einem Haus an der Königstraße und brach dort zusammen. Offiziell teilt Polizeisprecher Dietmar Boronowski mit, dass die Frau gegen 2 Uhr am Sonntag mit schweren Gesichtsverletzungen ins Klinikum Hellersen kam.

Das Personal der Notaufnahme verständigte die Polizei. Die Frau schwebe nicht in Lebensgefahr, werde aber stationär behandelt. Die wahren Hintergründe des Verbrechens sind nach Angaben eines Ermittlers noch ungeklärt.

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