Händler vom Knapp gründen Verein

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Von links Christian Jünemann, Erik Vorwerk, Thomas Kauth, Ralf Meier-Böke und Karsten Hoeing. Am kommenden Mittwoch findet die Gründungsversammlung des Knapp e. V. statt.

Lüdenscheid - Rund 150 Immobilien gibt es am Knapp und rund 130 Ladenlokale. Die Leerstandsquote von sieben bis acht Prozent sei nicht einmal überdurchschnittlich, wissen Karsten Hoeing und Erik Vorwerk vom Stadtumbaubüro. Trotzdem hat Lüdenscheids längste Einkaufsstraße ein Imageproblem.

Das wissen die Händler schon lange. Jetzt organisieren sie sich selbst. Nach einem Jahr Vorlauf gründet sich am Mittwoch, 14. Januar, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Im Stock, Knapper Straße 50, der „Knapp e.V.“ Es gibt einen Kern von run 30 Aktiven, die seit einem Jahr regelmäßig in Arbeitsgruppen getagt und Ideen entwickelt haben, wie ein besseres Umfeld geschaffen werden könnte – und wie der Weg dorthin aussieht.

Ergebnis der Überlegungen ist unter anderem die Gründung des Vereins, der deutlich bessere Möglichkeiten hätte, sich öffentlich zu positionieren und mit der Bereitstellung von Eigenmitteln auch an eine öffentlich Förderung von Projekten zu gelangen.

Dazu wollen die Händler nd Anlieger, darunter zum Beispiel Ralf Meier-Böke und Christian Jünemann, möglichst viele Beteiligte an den Tisch bringen. „Davon profitieren alle“, wirbt Meier-Böke um Mitwirkung insbesondere auch der Immobilienbesitzer, die ebenso wie die Geschäftsleute ein Interesse daran haben müssten, Trading-Down-Effekte abzustellen. Denn finanzielle Hilfe seitens der Stadt sei nicht zu erwarten, ist Jünemann klar. „Wenn sich etwas bewegen soll, läuft das nur über privates Engagement“.

Ein Satzungsentwurf für den neuen Verein ist bereits vorhanden, die rechtliche Begleitung gesichert über den Rechtsanwalt und Notar Bernd Eisenhuth. Jeder ist in der Gruppe willkommen, „niemand wird ausgegrenzt“, sichert Jünemann zu. Die Beiträge sollen für alle gleich und bezahlbar sein. Wie viel das wird, entscheidet am Mittwoch die Gründungsversammlung. - flo

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