Suche nach neuem Standort für Feten und Kultur

Kampf gegen „Veranstaltungsvakuum“ in Lüdenscheid

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Von links: Philipp Voss und Manuel und Julian Moos.

Lüdenscheid - Eine Gruppe Mittzwanziger sucht in Lüdenscheid nach einem Veranstaltungsort für Feten, Musik und Kultur. Das Vorhaben stößt bereits jetzt auf große Resonanz.

Mit der nahenden Schließung des Johnny Mauser Clubs Ende des Jahres könnte hinsichtlich eines Veranstaltungsangebots in Lüdenscheid ein „noch größeres Vakuum“ entstehen, befürchten Philipp Voss, Philipp Draß sowie Julian und Manuel Moos. Um dem entgegen zu steuern, suchen die Mittzwanziger nun nach einem geeigneten Standort für Veranstaltungen. 

Dort wollen sie musikalischen, künstlerischen und kulturellen Darbietungen eine Plattform geben. „In der Stadt gibt es mega viel Leerstand“, sagt Julian Moos. Dennoch sei es gar nicht so einfach, einen passenden Ort für das Vorhaben zu finden. Die Einigung mit vielen Eigentümern erweise sich als schwierig. 

"Feedback spricht für akuten Bedarf"

Im Internet hat die Gruppe daher bereits einen Aufruf veröffentlicht; und für die Suche nach passenden Räumen reichlich Zuspruch erhalten: „Es gab ein krasseres Feedback, als wir anfangs gedacht haben“, sagt Julian Moos. „Das spricht auf jeden Fall für einen akuten Bedarf“, ergänzt sein Bruder Manuel. 

Anbieten wollen sie Veranstaltungen mit elektronischer Musik, „einem guten Konzept, Deko und entsprechender Darstellung“. Immerhin ist die Gruppe bereits seit einigen Jahren als Kulturiniative Schall & Rauch in der Stadt aktiv. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung von Musikern und DJs, zu denen Manuel und Julian Moos gehören, die in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen mit elektronischer Musik organisieren. 

Feten, Konzerte und Song-Slams

„Natürlich geht es uns darum, dass wir auch weiterhin einen passenden Ort für unser Schall-&-Rauch-Konzept finden. Wir stellen die Räume aber gerne auch anderen bereit – immerhin sollen dort in Zukunft öfter gute Aktionen stattfinden“, betont Julian Moos.

Neben den Feten seien außerdem Jazz-Konzerte und Song-Slams denkbar – prinzipiell alles, was kreativ sei und die Leute anziehe, erklärt die Gruppe. „Was wir letztlich daraus machen, hängt aber von den Räumen ab, die wir bekommen“, weiß Voss. 

Das muss die Location bieten:

Es solle sich um einen Raum, einen Keller, eine Halle oder ein Gebäude handeln, in dem um die 250 Leute Platz haben. Die Location muss zudem schallgeschützt sein und sollte am besten nicht direkt in einem Wohngebiet liegen. „Immerhin ist Techno laut am besten“, sagt Julian Moos und schmunzelt. 

Eine stadtzentrale Lage sei ideal, weiter außerhalb aber ebenso möglich, wenn die Bedingungen gut seien. Außerdem müssen Fluchtwege und Toiletten gegeben sein.

Wer Tipps für entsprechende Räume hat, kann sich bei der Gruppe unter Tel. 0 178 / 5 17 35 71 sowie per E-Mail an mail@philippvoss.com melden.

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