Galaabend der Metaller - Schildknecht verabschiedet 

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Bernd Schildknecht bei der Verabschiedung durch die IG Metall imMärkischen Kreis.

Lüdenscheid - „Danke für die Ehre, dass ich für Euch arbeiten durfte!“ Mit diesen Worten ist Bernd Schildknecht, erster Bevollmächtigter der IG Metall im Märkischen Kreis, am Donnerstag aus dem Dienst der Gewerkschaft ausgeschieden.

Rund 500 geladene Gäste und IGM-Mitglieder waren dazu in die Schützenhalle am Loh gekommen. Prominentester Besucher war Detlef Wetzel, erster Vorsitzender der IG Metall, mit Schildknecht persönlich schon verbunden, als beide noch Jugendsekretäre in der Region waren.

Zum Galaabend der Metaller waren aber auch Gäste gekommen, die ansonsten nicht dem Arbeitnehmerlager zuzurechnen sind: Dr. Frank Hoffmeister als Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes und die früheren Geschäftsführer Karl-Friedrich Waffel, Dr. August-Wilhelm Otten sowie Christian Lepping als amtierender Verhandlungspartner der IG Metall. Und auch die Sparkassenvorstände Markus Hacke und Thorsten Haering sitzen mit im Boot, wenn es um Tarifverträge geht, mit denen Standorte gesichert oder Investitionen begleitet werden.

Diese veränderten Bedingungen, gegenseitiges Vertrauen und der Wille, trotz unterschiedlicher Interessenlagen Lösungen zu finden, waren zentraler Gegenstand des Abends in der traditionsreichen Halle, in der 1948 die Metallgewerkschaft überhaupt neu gegründet wurde.

Zur Sprache kam natürlich auch Persönliches, in erster Linie der Dank an die Familie, die die vergangenen zwölf Jahre den Druck mit aushalten musste, unter der ein Gewerkschaftschef steht, der letztlich Verantwortung für 23 000 Metaller im Märkischen Kreis trägt. Diese Verantwortung gab er am Donnerstag weiter an Gudrun Gerhardt, die neue erste Bevollmächtigte.

Den Blick in die Zukunft richtete Detlef Wetzel, der gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen beleuchtete. „Demokratie braucht starke Gewerkschaften“: mit diesem Titel und Kernsatz seiner Festrede warf er unter anderem die Frage auf, wie sich Arbeitnehmer angesichts einer „unerträglichen Margen- und Renditefixierung“ neu aufstellen müssen – es war das Thema, das auch Schildknecht durch 50 Jahre Gewerkschaftsarbeit getragen hat.

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