Konzert im Kulturhaus

Sebastian Wurth begeistert mit seinem Vater

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Gemeinsam mit Vater Thomas und der Bigband Footprints SL gab Sebastian Wurth ein bewegendes Konzert.

LÜDENSCHEID - Dreimal Ovationen, zwei Zugaben, Fans, die mit Knicklichtern und Leuchtballons winken, während des Konzertes nach vorn gehen, Blumen zur Bühne bringen, dazu ein Präsent und Pralinen für den Papa – das ist das Fazit aus Sebastian Wurths erstem Auftritt im Kulturhaus.

Einige Fans sind ihm seit seinem DSDS-Erfolg bislang etwa 7000 Kilometer quer durch Deutschland zu seinen Konzerten gefolgt. Sie kommen aus Berlin, Hamburg und Bayern, aber auch aus etlichen Städten in NRW und sind im Kulturhaus präsent. Sie feiern ihren Star, halten weiße T-Shirts hoch, die sie extra bedrucken ließen „Basti, we love you“ steht darauf.

Es herrscht glänzende Stimmung im Saal. Vater Thomas Wurth ist sichtlich bewegt. Auftakt mit den Footprints SL, die er dirigiert. Aber es gibt nicht nur die Fangemeinde, viele Lüdenscheider sind da, gespannt und erwartungsvoll, dazu Schulkameraden des 19-jährigen Gymnasiasten. Sebastian Wurth hat mit seinem Vater ein starkes Programm zusammengestellt. Er reiht berühmte, emotionale Titel aneinander, gut geeignet, um seine stimmlichen Fähigkeiten zu präsentieren. Der Sänger greift zum Mikrofon, interpretiert Roger Cicero „Zieh die Schuh aus“ und „Frauen regier´n die Welt“ oder Frank Sinatras berühmte Songs „My Way“ oder NY expressiv und guter Bühnenpräsenz. Ganz viel Michael Bublé hat er im Gepäck: „Home” erklingt, „Moondance”, „Feeling Good”, „Haven´t met you yet”, „Song for you”, Populäres also, das zu einem Türöffner wird zum Publikum und womit der Gymnasiast punktet. Eine Bigband mit viel Drive nach vorn und guten solistischen Einlagen tut ihr Übriges.

Thomas Wurth ist sichtlich bewegt, Sohn Sebastian sollte eigentlich Bläser werden wie er, verriet er, Trompete spielen, Klarinette, Saxophon. Nun singt er. Es ist das erste gemeinsame Konzert von Vater und Sohn und für beide etwas Besonderes. Starke Gefühle auf beiden Seiten, verblüffende Ähnlichkeit im Auftreten, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Gemeinsam singen sie das berühmte „Hallelujah“ von Leonard Cohen, interpretieren den Song gefühlvoll, abgedämpfte Trompete, Gitarre unplugged: Dies wird ein wichtiger, besonderer Moment für Vater und Sohn. Sebastian Wurth bringt weitere Lieder unplugged mit Gitarre zu Gehör. Mit „Ich will mit dir chilln“ oder „Komm mit ins Leben“ seiner neuen CD „Atemlos“ zeigt er Stärken im Singer-Songwriter-Stil, ergänzt mit Stücken von Philipp Poisel „Ich geh rüber ans Fenster“ oder „Eiserner Steg“. Die Fangemeinde brodelt, schwenkt mit Knicklichtern, pfeift, singt teilweise mit. Wurth Junior präsentiert sich als glänzender Entertainer, wirkungsvoll ergänzt von der Bigband. Das Publikum lohnt die Darbietung mit Ovationen, Teenies umlagern den Sänger nach dem Konzert. Autogrammstunde. Ein Konzert, das bewegend war bis zum Schluss.

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