Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben: Anlage gesperrt

Vandalismus: Wieder Schäden am Biker-Parcours

Der Bikepark im Stadtteil Wehberg darf - aufgrund von Vandalismusschäden - derzeit nicht genutzt werden.
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Weil die Verkehrssicherheit derzeit nicht mehr gewährleistet ist, sind die Strecken des Bikeparks bis auf Weiteres gesperrt.

Eigentlich wäre es aufgrund der Lockerungen wieder erlaubt gewesen, Runden durch den Lüdenscheider Bikepark zu drehen. Doch nun sorgt ein anderer Grund dafür, dass der Parcours im Stadtteil Wehberg nicht genutzt werden kann.

Lüdenscheid - Monatelang war der Lüdenscheider Bikepark – ähnlich wie Sportanlagen oder Bolzplätze – aufgrund der Corona-Pandemie gesperrt. Mit den aktuellen Lockerungen wäre eine Öffnung nunmehr langsam wieder möglich, allerdings: Aufgrund erheblicher Vandalismusschäden muss die Anlage im Olpendahl weiterhin geschlossen bleiben – auf zunächst unbestimmte Zeit.

Rettungstor und Zäune zerstört

„Das ist wirklich schade, denn damit werden jene be-straft, die hier gerne fahren und sich ordentlich verhalten“, macht Michael Heide-Gentz, Leiter der CVJM Kinder- und Jugendfreizeitstätte Audrey’s, deutlich. Gemeinsam mit seinem Team hat er „ein Auge“ auf die öffentliche Anlage, schaut nach dem Rechten – und musste nun bereits zum wiederholten Mal Schäden auf der Anlage feststellen: Ein drei Meter breites Rettungstor, das in Notfällen für die Krankenwagen vorgehalten werden muss, wurde zuletzt nicht nur aus seiner Aufhängung gerissen und beschädigt, sondern auch im nahegelegenen Wald entsorgt. Derzeit liegt es zerstört auf der Wiese. Und auch vor dem Zaun, der das Gelände umläuft, machten die Unbekannten nicht Halt – auch er wurde kaputtgeschnitten und entfernt.

Zum Unverständnis und Leidwesen von Michael Heide-Gentz, der Zaun und Tor mit Unterstützung eines Gartenbau-Unternehmens zuletzt immer wieder reparieren ließ – und zwar ehrenamtlich. „Doch das geht natürlich nicht ewig so weiter“, verweist er auf die Schäden, die mittlerweile eine vierstellige Summe ausmachten, wie auch Andreas Fritz, stellvertretender Werkleiter des STL, (Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid) bestätigt. Denn während das Audrey‘s-Team die Aufsicht für die Anlage übernommen hat, zeichnet der STL für die Pflege der Anlage verantwortlich. Einmal im Jahr erfolgt zudem die Generalkontrolle durch die Dekra.

Unfälle wären derzeit nicht zu vermeiden

Derzeit ist daran jedoch nicht zu denken, die Verkehrssicherheit ist nicht mehr gegeben. „Normalerweise wird die Anlage am Kopf des Hangs befahren – jeweils in eine Fahrtrichtung“, betont Heide-Gentz. Durch den mutwillig herbeigeführten Zugang könne die Strecke nun auch unterhalb dieses Startpunkts betreten/befahren werden – Zusammenstöße und Unfälle seien damit nicht mehr zu vermeiden. Eine Sperrung der Anlage ist somit unausweichlich, entsprechende Schilder weisen darauf hin.

Wie es in naher Zukunft weitergeht – immer vorbehaltlich der Pandemie –, ist derzeit noch nicht entschieden, verschiedene Möglichkeiten würden jedoch geprüft, verweisen Michael Heide-Gentz und Andreas Fritz auch auf die Kosten, die beispielsweise mit einem stabileren Zaun verbunden wären. Werde darüber hinaus immer wieder Geld in Reparaturen von Vandalismusschäden gesteckt, fehle dies wiederum für die Unterhaltung der Anlage selbst.

Bis zu einer Entscheidung hoffen die Verantwortlichen auf die wachsamen Augen von Anliegern und Spaziergängern. „Vielleicht können wir ja ein wenig sensibilisieren.“

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