Live-Bericht in der ARD

Heimat von Joe Biden ist wie Lüdenscheid: Kurioser Vergleich bei US-Wahl

Was hat die Heimatstadt vom möglichen US-Präsidenten Joe Biden mit Lüdenscheid gemeinsam? Ein Journalist der ARD zog in der Wahlberichterstattung einen lustigen Vergleich.

Lüdenscheid - Wilmington ist nicht der Nabel der Welt. Die Stadt an der Ostküste der USA gehört zum Staat Delaware und ist knapp 400 Jahre alt. Mitte des 17. Jahrhunderts siedelten sich Auswanderer aus Schweden dort an. Der berühmteste Sohn der Stadt wurde erst 300 Jahre später geboren. Es ist der wahrscheinlich 46. Präsident der Vereinigten Staaten, Joe Biden. Der demokratische Politiker lebt in der kleinen Stadt, in der er seit den 1970er Jahren auch als Anwalt arbeitete.

NameJoe Biden
Geboren20. November 1942
ParteiDemokratische Partei
EhepartnerinJill Biden (verh. 1977), Neilia Hunter (verh. 1966-1972)

Doch wie ist jetzt der Zusammenhang mit Lüdenscheid? Zu dem kuriosen Vergleich kam es während der Wahlberichterstattung zur US-Wahl im Fernsehen. Die ARD berichtete in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch live aus den USA - unter anderem aus Wilmington in Delaware, der Heimatstadt von Joe Biden. Dort schaltete das Erste zu Jan Philipp Burgard, dem USA-Korrespondenten des WDR. Auch am Donnerstag war immer noch nicht klar, ob Joe Biden tatsächlich die US-Wahl gegen Donald Trump gewonnen hat.

Für Joe Biden ist die Präsidentschaft zum Greifen nahe - Donald Trump will US-Wahl abbrechen.

Lüdenscheid wie Heimat von Joe Biden: Lustiger Vergleich in Live-TV-Sendung

Jan Philipp Burgard wiederum hat seine Wurzeln im Märkischen Kreis. Der 35-jährige Journalist stammt aus Iserlohn. Dort machte er sein Abitur am Gymnasium An der Stenner, studierte anschließend an den Unis in Bonn und Paris und landete nach diversen Stationen bei verschiedenen Tageszeitungen bei der ARD. Seit Januar 2017 arbeitet er als Korrespondent und stellvertretender Studioleiter für die ARD in Washington. Er wurde dort Nachfolger von Ingo Zamperoni, der seit einigen Jahren die Tagesthemen moderiert. TV-Zuschauer konnten ihn in der ARD mit vielen Vorberichten rund um die US-Wahl 2020 und die Kandidaten Joe Biden und Donald Trump sehen.

Bei der Berichterstattung zur US-Wahl kam es nun zum kuriosen Lüdenscheid-Vergleich. Die ARD schaltete live zu Burgard, der sich aus Wilmington meldete und die Stimmung aus der Stadt in den USA wiedergab. Dort hatte die demokratische Partei eine Bühne errichtet, auf der später Joe Biden sprechen sollte. Ob dieses Ergebnis zur US-Wahl das größte sei, was Wilmington in den vergangenen Jahrzehnte erlebt habe, wollte der ARD-Moderator von Burgard wissen. „Es ist tatsächlich ein verschlafenes, kleines Nest mit 70.000 Einwohnern“, antwortete der Korrespondent. „Es ist also so groß wie Lüdenscheid und es ist auch so viel los wie in Lüdenscheid“, schob Burgard grinsend hinterher.

Lüdenscheid Teil der Berichterstattung zur US-Wahl

Da hatte der sympathische TV-Journalist aus Iserlohn der Kreisstadt Lüdenscheid augenzwinkernd einen Gruß mitgegeben. Das Video von der Berichterstattung zur US-Wahl (hier in der ARD-Mediathek) wurde seitdem fleißig in vielen Whatsapp-Gruppen im Märkischen Kreis geteilt.

Jan Philipp Burgard hat indes nie den Kontakt in seine alte Heimat abreißen lassen. Sein Buch „Ausgeträumt, Amerika?“, das 2018 erschienen ist, hatte der Journalist im Parktheater in Iserlohn vorgestellt. Burgard hat stets einen Blick auf die heimische Sportszene. Der gebürtige Iserlohner ist selbstverständlich Anhänger der Roosters und ist zudem leidenschaftlicher Fan von Borussia Dortmund. Mit seinem Vergleich der Heimatstadt von Joe Biden mit Lüdenscheid hat Burgard vor einem großen Publikum für einen herrlichen Schmunzler gesorgt, über den auch viele Lüdenscheider lachen konnten.

Rubriklistenbild: © Drew Angerer/afp

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