Nanogate-Standort bleibt

US-Konzern kauft großes Unternehmen aus MK

Modernes Industriegebäude
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Die Nanogate-Niederlassung im interkommunalen Gewerbegebiet nahe Heedfeld soll erhalten werden.

Die US-amerikanische Techniplas-Gruppe mit Sitz im Bundesstaat Wisconsin wird wesentliche Teile des Kerngeschäfts des Nanogate-Konzerns übernehmen. Davon betroffen ist auch das Nanogate-Werk an der Golsberger Straße im interkommunalen Gewerbegebiet zwischen Lüdenscheid und Heedfeld.

Lüdenscheid - Der Standort soll erhalten bleiben, ein Arbeitsplatzabbau ist Angaben von Unternehmenssprecher Christian Dose zufolge nicht geplant. Derzeit gebe es am Standort 150 Vollzeitstellen.

Der Kaufpreis für die Nanogate-Sparten lag für Techniplas laut Mitteilung aus dem Unternehmen „im mittleren zweistelligen Millionenbereich“ – und werde „vollständig dazu verwendet, Ansprüche von Gläubigern der Nanogate und der weiteren insolventen Gruppengesellschaften im Rahmen der laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu bedienen“.

Techniplas gilt als globaler Anbieter von hoch entwickelten Kunststoffkomponenten, vor allem für den Automobilsektor, aber auch für Industrie-, Konsumgüter-, Medizin- und andere Märkte.

Ali El-Haj, Geschäftsführer von Techniplas, kommentiert: „Die Übernahme von Nanogate ist eine bedeutende strategische und transformative Transaktion für Techniplas. Das einzigartige und firmenspezifische Oberflächen-Know-how von Nanogate werden die Kernkompetenzen von Techniplas im Bereich Spritzguss strategisch ergänzen.

Damit entsteht eines der wenigen Unternehmen dieser Größenordnung, das über ein komplettes Angebot an Spritzguss- und Veredelungs-Know-how verfügt. Zusammen wird das kombinierte Unternehmen 25 Standorte weltweit haben, um unsere Kunden global zu bedienen.“

Matthias Bayer, Generalbevollmächtigter bei Nanogate, blickt der Übernahme durch Techniplas zuversichtlich entgegen. „Den verbleibendenden rund 1600 Mitarbeitern kann so eine neue Perspektive, den Gläubigern eine beachtliche Quote geboten werden. Während des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung lief die Produktion weitgehend unbeeinträchtigt weiter. Die Produktion zu sichern und unsere Kunden zuverlässig zu beliefern, war und hat für uns weiterhin höchste Priorität.“

Die jetzt geplante Einbindung in den internationalen Technologiekonzern soll zusätzliche Absatzmärkte eröffnen.

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