Wegen Unwettergefahr

Unwettergefahr: AOK-Firmenlauf ist abgesagt

[UPDATE 16.07 Uhr] LÜDENSCHEID - Die Entscheidung fiel kurz vor 15 Uhr: Der 10. AOK-Firmenlauf wurde wegen Unwetters abgesagt. Für rund 7500 angemeldete Läufer, eine absolute Rekordzahl, entfiel damit ein fest eingeplantes Vergnügen.

Der kurzfristig einberufene Krisenstab, so Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas, habe „die einzig mögliche Entscheidung getroffen – auch wenn nachher noch die Sonne scheinen sollte“.

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Unwettergefahr: AOK-Firmenlauf ist abgesagt

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Überfüllt war das kleine Rathausbüro von Martina von Schaewen: Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, AOK, Turboschnecken und Bühnenteam waren zur Entscheidung zusammengetrommelt worden, während sich draußen ein erstes Unwetter zusammenbraute. Ob Deutscher Wetterdienst, die Kreisleitstelle der Feuerwehr oder die vielen Online-Wetterdienste: Alle hatten Warnungen vor Starkregen und Hagel sowie Böen bis Stärke 10 angesagt – allerdings meist nur bis 16 Uhr, lediglich ein Dienst sprach von Gewittergefahr bis 20 Uhr. Auf LN-Anfrage erklärte auch die Kreisleitstelle zu dieser Zeit, dass auch sie keine verlässliche Auskunft nach 16 Uhr über das weitere Geschehen am Himmel über Lüdenscheid habe.

Das Szenario, vor dem die Veranstalter die größte Angst hatten, war klar: 7500 Starter plus Publikum warten um 19 Uhr auf dem Rathausplatz, es beginnt zu blitzen, die Leute wollen weg, die in der Mitte kommen aber nicht heraus: Eine Panik mit unabsehbaren Folgen wollte niemand riskieren.

Auch weniger dramatische Unfälle vom umstürzenden Baum bis hin zu Ausrutschern auf Hagelkörnern wurden angesprochen – „nur ein Verletzter, und unsere Entscheidung war falsch“, war man sich im Raum einig.

Ralf Jurka (AOK) stellte im Krisenstab schließlich die Gretchenfrage: „Ist hier irgend jemand dafür, es trotzdem zu wagen?“ Keiner meldete sich – im Gegenteil: Auch Ralf Schwarzat vom DRK schloss sich telefonisch noch ausdrücklich der Entscheidung an, Nein zu sagen.

Da war es fast 15 Uhr, und das war nach allgemeiner Auffassung das letzte Zeitlimit für eine wirksame Absage. Die wurde denn auch über Radio MK und come-on.de sofort kreisweit verbreitet, um noch möglichst viele Teilnehmer rechtzeitig vor der Anreise zu erreichen. Ralf Jurka und die Turboschnecken-Vorsitzende Brigitte Klein waren sich einig darin, dass der 10. AOK-Firmenlauf nach den Sommerferien neu angesetzt wird. Dzewas dazu: „Dann laufen wir uns den Urlaubsspeck von den Rippen.“

Bilder vom Firmenlauf 2011

9. AOK-Firmenlauf 2011 - Nr. 1

9. AOK-Firmenlauf 2011 - Nr. 2

9. AOK-Firmenlauf 2011 - Nr. 3

9. AOK-Firmenlauf 2011 - Nr. 4

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