Unverständnis über Einbruch in Kita

Kita-Leiterin Irmgard Musiol zeigt den zerstörten Schrank sowie das Graphit der Spurensicherung, durch das einige Fingerabdrücke sichtbar wurden. ▪

GEVELNDORF ▪ Aufgebrochene Türen, zerstörte Schränke, entwendete Elektrogeräte – das ist die traurige Bilanz des Einbruchs in der katholischen Kita St. Hedwig in Gevelndorf am vergangenen Wochenende. Und auch wenn sich alles irgendwie ersetzen und reparieren lässt, sind Ärger und Unverständnis bei Team und Eltern der Einrichtung groß.

Den Kindern bleibt so ein Vorfall natürlich ebenfalls nicht verborgen. „Als die Polizeibeamten und die Spurensicherung am Montagmorgen ihre Arbeit aufnahmen, haben das die Kinder natürlich mitbekommen“, erzählt Kita-Leiterin Irmgard Musiol im Gespräch. „Und so etwas müssen wir ihnen dann natürlich erklären – wollen wir auch. Und zwar ohne ihnen Angst zu machen, sondern so, dass sie mit der Situation auch umgehen können. Man versucht einfach, die richtigen Worte zu finden.“

Nach vielen Jahren im Berufsleben kann Musiol mit dem Thema Einbruch auch umgehen, schließlich hatte es bis vor einigen Jahren eine ganze Reihe von Einbrüchen in der katholischen Einrichtung am Hüttenberg und in der Nachbarschaft gegeben. Bis 2004 seien 22 Einbrüche verzeichnet worden, dann sei zum Glück Ruhe gewesen, erinnert sich Musiol weiter. Bis zum Wochenende, an dem die bislang unbekannten Täter über das Außengelände der Kindertagesstätte in die Räume eindrangen – und dabei ganz gezielt vorgingen. Denn während die Gruppenräume unbeachtet blieben, durchsuchten die Täter sowohl den Mehrzweckraum als auch das Büro, rissen Schränke und Schubladen auf, durchwühlten den Inhalt und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Dabei ließen die Unbekannten einen Laptop, einen Drucker sowie einen Beamer mitgehen. „Dass der Drucker fehlte, haben sogar erst die Kinder bemerkt, die Detektiv spielten und plötzlich das dazu gehörige Kabel fanden“, erzählt Musiol weiter. Und: Auch einen Schraubenschlüssel fanden Kinder in der Hecke – „und der gehört nicht zu unserem Inventar.“

Nun gilt es für die Kita-Leiterin und ihr Team, die Schäden wieder zu beseitigen und zu reparieren – alles in der Hoffnung, dass der Einbruch ein Einzelfall bleibt. Und so appellieren die Verantwortlichen auch an die Nachbarschaft, aufmerksam zu bleiben und im Zweifel die Polizei zu rufen.

Diese nimmt auch weiterhin Hinweise zu dem Einbruch entgegen – und zwar unter der Rufnummer 0 23 51/9 09 90. ▪ Kerstin Zacharias

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