Unvermeidliche Einschränkungen

Lotta Beermann vertreibt sich beim Warten an der Bushaltestelle Buckesfelder Kopf auf den kippelnden Gehwegplatten die Zeit. Für andere sind die Gehwege Unterm Freihof eine Unfallgefahr.

ÜDENSCHEID ▪ Auch ein „normaler“ Winter bringt Einschränkungen in den öffentlichen Leistungen mit sich. Einige sind im folgenden genannt.

So bittet der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL) um Verständnis dafür, dass die am regulären Wochentag bis 19 Uhr nicht geleerten Abfallbehälter in dieser Woche nicht nachgefahren werden können. Dies gilt auch für die Sammlung der Gelben Säcke und die Abholung von Sperrmüll. Der STL bittet darum, die Abfallbehälter auch dann wieder vom Straßenrand zu entfernen, wenn sie nicht geleert worden sein sollten. Zusätzliche Abfälle, die aus Platzmangel nicht mehr in die Abfallbehälter eingefüllt werden können, sollen in haushaltsüblichen Säcken im Haus gelagert und in der nächsten Woche zur Abholung neben die Behälter gestellt werden. Der STL wird in der kommenden Woche alle Abfallbehälter – auch die in dieser Woche zu leerenden 14-täglichen Behälter – leeren. Die Inhaber 14-täglich angemeldeter Behälter werden gebeten, dann ab der übernächsten Woche (ab 20. Dezember) wieder auf den richtigen Leerungsrhythmus ihres Behälters zu achten.

Gelbe Säcke und Sperrmüll sollten nach Möglichkeit wieder eingesammelt werden – soweit es der Schnee zulässt. Der STL fährt auch diese Abfälle in der nächsten Woche nach. Eine erneute Sperrmüllanmeldung ist in diesen Fällen nicht erforderlich.

Der STL bittet darum, dass die Behälter, Sperrmüll usw. von Schnee befreit sind und zur Abholung bzw. Leerung frei zugänglich sind; um weitere Behinderungen zu vermeiden, sollten die Abfallbehälter nicht auf die jetzt schon beengten Straßen gestellt werden. Der STL-Recyclinghof ist für die Anlieferung von Gelben Säcken und kleineren Sperrmüllmengen geöffnet, und zwar montags bis freitags von acht bis 18 Uhr und samstags von acht bis 16 Uhr.

▪ „Wir haben Salz“, versichert Heino Lange vom STL Deshalb werde auf den Straßen auch nicht gespart. Bei großen Schneemengen gelte allerdings die Devise „Räumen statt Salz“. Wichtigste Ausnahme sind Steilstrecken: Dort werde mehr Salz auf die Straße gebracht. Die großen Mengen an Schneematsch auf den Straßen, die vor allem auch für Fußgänger sehr ärgerlich sind, entstünden durch Fahrzeuge, die den an die Seite geräumten Schnee „wieder in die Fahrbahn drücken“, erklärt Heino Lange.

▪ Für die maroden Gehwege Unterm Freihof stellt Lange eine Prüfung in Aussicht. Dort ist der Gehweg auf mehreren hundert Metern in einem miserablen Zustand. Viele Gehweg-Platten liegen nicht mehr plan auf dem Untergrund, sondern kippeln. Erhebliche Höhenunterschiede und Instabilitäten sind die Folge – vor allem bei einer dünnen Schneedecke sind diese aber nicht mehr wahrzunehmen. Einer Kontrolle durch den STL kann vorläufig aber kein Handeln folgen: „Eine Reparatur ist bei Frost nicht möglich.“

▪ Die MVG hat den Betrieb bisher weitgehend aufrechterhalten können. Ausnahmen waren gestern nur der Busverkehr durch Gevelndorf und die Linie 40, die bei Schnee und Glatteis nicht durch die Bayernstraße fahren kann. Gestern fuhren die Busse von der Haltestelle „Abzweigung im Winkel“ über Kreishaus zur Christuskirche. Wann die Busse wieder durch die Bayernstraße fahren, hängt vom Wetter ab. ▪ thk

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