Bürgermeister Dzewas: „Wir brauchen diesen Geist“

„Unternehmerpreis Südwestfalen“ für die „Visionäre“

+
Willi Denecke nahm für die „Visionäre 2020“ den Unternehmerpreis Südwestfalen entgegen. Vieles sei machbar, stellte er in einer kurzen Dankesrede heraus. Man dürfe nicht immer nur nörgeln, sondern müsse die Dinge positiv sehen und  anpacken. 

Lüdenscheid - Das ist eine schöne und wertvolle Anerkennung für hunderte von Stunden, die wir ehrenamtlich in die Sache investiert haben.“ Matthias Czech und Willi Denecke, die Köpfe der „Visionäre 2020“, nahmen mit einem kleinen Kreis von Mitstreitern in der Iserlohner Schauburg am Donnerstagabend den „Unternehmerpreis Südwestfalen“ entgegen.

Die zum fünften Mal vergebene Auszeichnung, eingeteilt in vier Kategorien, erhielten die Visionäre für den Bereich „Projekt“. Der Verlag „Unternehmertum Südwestfalen“ als Stifter des Preises stellte in seiner Begründung die Eigeninitiative von 70 Kreativen, Gewerbetreibenden und Bewohnern heraus, die in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ihre Ideen für eine lebenswerte Stadt umsetzten.

 Bürgermeister Dieter Dzewas lobte in seiner Laudatio die Entschlusskraft der Visionäre: „Wir brauchen in ganz Südwestfalen ein Stück von diesem Geist.“ Da passte der Verweis auf einen bedeutenden Staatsmann. „Frage nicht, was Deine Stadt für Dich tun kann, sondern was Du für Deine Stadt tun kannst“, wandelte Dzewas ein berühmtes Zitat von John F. Kennedy für die kommunale Ebene ab.

Ideen, soziales Engagement, Verantwortung und Erfolg: Rund 300 Gäste erlebten in der Iserlohner Schauburg eine interessante und unterhaltsame Verleihung der Unternehmerpreise für Südwestfalen.

 Dass ein weiterer bedeutender Staatsmann, nämlich Helmut Schmidt, Menschen mit Visionen am besten beim Arzt aufgehoben sah, sei auf seine tiefe Grundskepsis gegenüber „politischen Visionen“ zurückzuführen. Hier handele es sich aber um ein ebenso spannendes wie vorbildliches Projekt für die Stadt. „Wir wollen die Bürger mitnehmen“, hob Denecke das Schwerpunktziel hervor. Auch wenn sich nicht alle Ideen realisieren ließen, so habe der Weihnachtsmarkt in der Altstadt bereits gezeigt, wie groß die Akzeptanz für Neues sei. 

Als Schirmherr war Dr. Matthias Heider, CDU-Bundestagsabgeordneter, an diesem Abend heilfroh, keine Berliner Personalien verteidigen zu müssen. Dagegen verdiene diese Entscheidung uneingeschränktes Lob: „Sie haben in und für die Stadt etwas bewegt und sogar ehemalige Konkurrenten zusammengeführt.“

 Dr. Sven und Thorsten Hering, Metoba-Geschäftsführer und nominiert in der Kategorie Unternehmer, mussten sich knapp der Firmengruppe Dornseifer geschlagen geben, die unter anderem 16 Supermärkte betreibt und dem Nachwuchs bereits Führungsverantwortung einräumt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare