Klimaschutz: ja, aber wie?

Unternehmer fordert: "Strom und fossile Energieträger müssen teurer werden"

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Die Diskutanten: Dr. Claudia Conrads (Wirtschaftsvereinigung Stahl), Gloria Müller (JU Lüdenscheid), Dr. med. Peter Liese (CDU), Nadine Meinhardt (Schülersprecherin Gesamtschule Kierspe), Dr. Andreas Gahl (Geschäftsführer MPG GmbH).

Lüdenscheid - Es ist ein Thema, das oft und kontrovers diskutiert wird: der Klimaschutz. Auch in Lüdenscheid hat am Dienstag eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft sowie jungen Menschen und Schülern stattgefunden. Ein Unternehmer fordert: "Strom muss teurer werden."

„Klimaschutz braucht Europa.“ Darum ging es am Dienstag in einer Podiumsdiskussion im Festzentrum Hohe Steinert. Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie junge Menschen und Schüler debattierten gemeinsam mit dem Publikum über das Thema.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte sich auch Peter Fox, Rap-Musiker aus Berlin, per Video-Nachricht an die Besucher gewandt und seine Unterstützung für den Klimaschutz bekundet.

Auch lobte er das Engagement der Diskutanten. Mehrfach kam in der offenen Diskussion die Frage nach kostenlosem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf. Während einige Besucher dafür waren, sprach sich Dr. Peter Liese (Europaabgeordneter, CDU) klar gegen den Vorschlag aus: „Was nichts kostet, ist auch nichts“, zitierte er ein altes Sprichwort.

Er sei aber durchaus dafür, dass der ÖPNV günstiger und vor allem wieder attraktiver werde. Fahrzeuge (auch im Individualverkehr) müssten ressourcenschonender und klimafreundlicher werden. Aber: Es solle auch immer noch einen Anreiz geben, sich mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf den Weg zu machen, denn „das ist schließlich die CO2-neutralste Option“.

Auch die Energiepolitik, insbesondere in Bezug auf Strom, war ein Thema, das das Publikum bewegte. Besonders heiß diskutiert wurden die Fragen rund um eine neue Stromsteuer: Wohin fließen die Steuergelder? Wer bezahlt die Steuern? Und: Warum muss der Strom überhaupt teurer werden?

„Strom und auch fossile Energieträger müssen teurer werden, damit sich das Energiesparen mehr lohnt“, betonte Dr. Andreas Gahl von der Mendener Präzisionsrohr GmbH.

Das Unternehmen, das er vertrete, sei eines mit sehr hohem Energiebedarf. Dennoch habe man es durch gezielte Investitionen in innovative Technik geschafft, die Energieeffizienz um 30 bis 40 Prozent zu verbessern.

„Der Markt muss uns mehr dazu drängen, in effizientere Produkte zu investieren.“ Einig waren sich alle Anwesenden in einem Punkt: Klimaschutz fange bei jedem Einzelnen an.

Dr. Liese verwies in dem Zusammenhang auf Smarthome-Systeme, die ihm selbst beim Energiesparen helfen würden. Fragen zum Plastikmüll-Problem, der Agrarwirtschaft und dem Lieferverkehr wurden ebenfalls thematisiert.

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