Corona-Schutzvisiere made in MK

Anstelle der Maske erlaubt: Unternehmen aus MK entwickeln Corona-Schutzvisiere

Kosima Sonneborn mit dem Schutzvisier - made im Märkischen Kreis. © Strack Norma

Lüdenscheid - Visiere statt Masken: Immer mehr Arbeitnehmer schützen sich und andere mit einem Gesichts-Visier vor dem Coronavirus. Die Coronaschutzverordnung NRW erlaubt  Inhabern, Leitern und Beschäftigte das Tragen eines „das Gesicht vollständig bedeckenden Visieres“ ausdrücklich – „falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nasen-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt“.

Nach Angaben der Stadt Lüdenscheid erkenne die Corona-Streife ein Visier als wirksamen Schutz an. Getreu dem Motto „Aus der Region für die Region“ haben sich vier Unternehmen aus Lüdenscheid und Kierspe in der Corona-Krise zusammengeschlossen, um neuartige Schutzvisiere zu entwickeln – sogenannte „Face Shields“.

Während der Lüdenscheider Normalienhersteller Strack Norma (150 Mitarbeiter) die Form für das Projekt liefert, fertigte die Lüdenscheider Werkzeugbau WiKa Erodiertechnik GmbH (15 Mitarbeiter) das hochpräzise Werkzeug für die "Face Shields" in  kürzester Zeit. 

Konstruktive Unterstützung erhalten sie dabei von der Technische Universität Deggendorf. Die Produktion erfolgt bei der Firma PPK aus Kierspe (16 Mitarbeiter), ein erfahrener Hersteller von Kunststoff- und Medizinprodukten. Begleitet werden die drei heimischen Unternehmen vom medizintechnischen Unternehmen UTK Solution aus Lüdenscheid, das die Visiere vertreibt.

„Viele Anbieter strömen aktuell mit 3D-gedruckten Face Shields auf den Markt, die in der Massenfertigung lange Produktionszeiten benötigen“, heißt es in einer Mitteilung der Partner. Mit der Kooperation "made im Sauerland" könne man diese Zeiten verkürzen und schnell lieferfähig sein.

 

Angesprochen werden vor allem regionale Unternehmen, die ihre Mitarbeiter schützen möchten. Entwickelt wurde eine antibakterielle Version für den Einsatz zum Beispiel in Pflegeheimen, Praxen oder Krankenhäusern.

Eine weitere Variante besteht aus kompostierbarem Material und ist dadurch komplett abbaubar. In nur 14 Tagen war das Gemeinschaftsprojekt gestemmt. Für die Beteiligten Firmen ist es in schwierigen Zeiten auch der „Beleg für die Leistungsfähigkeit der heimischen Unternehmen, wenn diese eng zusammenarbeiten.“

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