IG Metall bleibt skeptisch

Unternehmen im MK: Strafanzeige gegen Geschäftsführung

Industriegebäude mit Firmenlogo
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Die härtesten Kündigungsmaßnahmen der Linden-Geschäftsführung sind zurückgenommen. Doch die IG Metall bleibt skeptisch.

Der Konflikt zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat der Firma Linden auf der Kalve (wir berichteten) hat aktuell augenscheinlich an Schärfe verloren. Nachdem die Firmenleitung die Kündigung der Arbeitnehmervertreter zurückgenommen und die Zahl der geplanten Entlassungen von 27 auf zwölf reduziert hat, bleiben die Vertreter der IG Metall dennoch skeptisch. Inzwischen läuft ein Ermittlungsverfahren gegen den Linden-Geschäftsführer. Das sagte Gewerkschaftssekretär Kevin Dewald.

Zum einen sei für Betriebsrat und Gewerkschaft „nicht nachvollziehbar“, nach welchen Kriterien die von Kündigung bedrohten Linden-Beschäftigten ausgesucht wurden. Dewald: „Da lässt sich die Geschäftsleitung nicht in die Karten gucken.“

Der Verdacht, dass die Verantwortlichen weniger als zehn Prozent der Belegschaft entlassen und so die Pflicht zu einem Interessenausgleich umgehen wollten, besteht bei der IG Metall laut Dewald weiter.

Demnach fürchtet die Belegschaft nach der vorläufigen Beilegung des Streits, zeitnah mit weiteren Kündigungsabsichten konfrontiert zu werden. Der Sekretär: „Wir müssen mit einer Salamitaktik rechnen.“

Einerseits, so Kevin Dewald weiter, vertrete die IG Metall die zwölf entlassenen Kollegen arbeitsgerichtlich mit Kündigungsschutzklagen. Andererseits habe der 1. Bevollmächtigte der IG Metall, Torsten Kasubke, Strafanzeige gegen die Unternehmensleitung bei Linden erstattet – wegen Behinderung der Betriebsratsarbeit.

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