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Unternehmen im MK: Erste Insolvenz nach Corona-Schonfrist amtlich

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Von: Jan Schmitz

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Der Betrieb läuft erst einmal weiter: Die Megatec Werkzeugtechnik GmbH hat einen Antrag auf ein Insolvenzeröffnungsverfahren gestellt.
Der Betrieb läuft erst einmal weiter: Die Megatec Werkzeugtechnik GmbH an der Berliner Straße. © Cornelius Popovici

Lüdenscheid – Die unter anderem durch die Folgen der Corona-Pandemie in Schieflage geratene Megatec Werkzeugtechnik GmbH muss in die Insolvenz.

Lüdenscheid - Wie einer aktuellen öffentlichen Bekanntmachung des Amtsgerichts Hagen zu entnehmen ist, wurde das formale Insolvenzverfahren zum 1. August wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Dr. Jan Janßen bestätigte die aktuelle Entwicklung. Der Geschäftsbetrieb gehe aber auch nach dem 1. August weiter, ließ Janßen ausrichten.

Die Megatec Werkzeugtechnik GmbH ist das erste Lüdenscheider Unternehmen, das nach Ende der coronabedingten Aussetzung der Insolvenzantragspflicht die Hand hob. Nach einer dreimonatigen Frist, in denen die Mitarbeiter Insolvenzgeld erhielten, folgt nun das formelle Insolvenzverfahren. Bis zum 1. Oktober können nun Gläubiger ihre Ansprüche beim Insolvenzgericht geltend machen. Zuletzt waren an der Berliner Straße 14 Mitarbeiter beschäftigt. Ob und wenn, wie vielen gekündigt wurde, war am Dienstag nicht mehr zu erfahren.

Unterdessen läuft die Suche nach einem Investor weiter. „Wir haben den Verkaufsprozess angestoßen. Es gab Gespräche und Ortstermine in Lüdenscheid mit potenziellen Interessenten“, hatte Insolvenzverwalter Dr. Jan Janßen Mitte Mai gegenüber unserer Zeitung erklärt. An dem Ziel, die Megatec Werkzeugtechnik GmbH zu verkaufen, will der Insolvenzverwalter festhalten.

Betroffen von der Insolvenz ist ausschließlich die Megatec Werkzeugtechnik GmbH, nicht die deutlich größere Megatec Kunstofftechnik GmbH am Römerweg mit etwa 70 Mitarbeitern.

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