Flüchtlingsunterkunft: Bei Berlet steht das Telefon nicht mehr still

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Im Elektrofachmarkt Berlet geht eine Flut von Anrufen ein.

Lüdenscheid - Seit die Lüdenscheider Nachrichten vermeldet haben, dass die Stadt eine Etage des Berlet-Gebäudes an der Wefelshohler Straße 1 zur Unterbringung von Flüchtlingen gemietet hat, steht das Telefon in dem Elektrofachmarkt nicht mehr still.

Die Berlet-Mitarbeiter sehen sich einer Flut von Anrufen ausgesetzt. Und diese sind bei weitem nicht immer positiver Natur, wie Marktleiter Dennis König beschreibt. 

Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich auch auf come-on.de unter der Meldung nicht nur kritische Kommentare zu diesem Thema und Boykott-Androhungen an die Einzelhändler, sondern auch fremdenfeindliche und hetzerische Aussagen. Letztere hat die Online-Redaktion von der Webseite entfernt. 

Berlet ist selbst nur Mieter und nicht Vermieter

Laut König rufen im Elektrofachmarkt ununterbrochen Bürger an, die wissen wollen, warum Berlet die Fläche für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt hat. „Darauf können wir nur antworten, dass wir selbst nur Mieter bei einer Immobilienfirma sind.“ 

Berlet habe so oder so keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt und erst Ende Dezember erfahren, was mit der Fläche geschehen soll, sagt er. 

Aber es gab auch positive Rückmeldungen einiger Lüdenscheider. König: „Immerhin wollten auch einige Anrufer den Flüchtlingen ihre Hilfe anbieten.“ 

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