Lüdenscheider Stephan Kremer bringt Song heraus

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Stephan Kremer alias Mazibora. Mit seinem neuen Song „Gib niemals auf“, den er unter anderem mit Klaus Sonnabend produzierte, will der 23-Jährige junge Menschen dazu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen.

LÜDENSCHEID - Der Lüdenscheider Stephan Kremer (23) macht unter seinem Künstlernamen Mazibora Musik. Auf seinem Youtube-Kanal Mazibora Bomber werden seine Videos hunderte Male geklickt. Jetzt bringt er mit „Gib niemals auf“ ein neues Lied heraus.

Mit dem Song will sich Stephan Kremer bei einem Youtube-Contest bewerben. Das passende Video dazu wird Freitagabend im Stock gedreht.

Seine Lieder sind oft melancholisch, seine Texte machen nachdenklich.  „Ich rappel mich auf und klopf mir den Staub von den Schultern und denke mir: ‘Gib jetzt nicht auf. Sieh’ gerade aus und lauf los’“. Mit diesen Zeilen möchte Stephan Kremer andere junge Menschen dazu ermutigen, ihren Weg zu gehen und sich nicht von anderen davon abbringen zu lassen. „Ich wurde früher selbst gemobbt und kenne das Gefühl, wenn man unten ist“, sagt Kremer. Aber letztlich sei keiner besser als der andere.

Musik war immer sein Ventil

Für ihn sei die Musik immer ein Ventil gewesen. Während er früher vor allem Songs von Bushido, Kool Savas oder Sido hörte, steht er heute eher auf Rapper wie Casper oder Chakuza. „Ich höre mir das alles an, finde das eine gut und das andere weniger. Und bei vielem denke ich mir: ‘Das kann ich aber besser’. So habe ich angefangen, selbst Musik zu machen.“

Mit „Gib niemals auf“ möchte er andere junge Menschen davon abhalten, auf der Straße zu sitzen und Scheiße zu bauen. „Mir hat mal jemand gesagt, dass dich die Leute erst recht fertigmachen, wenn du aufgibst. Und diesen Rat kann ich nur weitergeben.“

Für die Umsetzung des Songs holte er sich die musikalische Unterstützung von Klaus Sonnabend. Der Vorsitzende des Vereins Kultstädte entwickelte die Melodie des Songs „Gib niemals auf“, spielte die Instrumente ein und produzierte das Ganze. Den Refrain des Stücks singt die Lüdenscheiderin Melina Fuhrmann, mit der Kremer befreundet ist. Zudem rappt Daniel Koroma, ein Freund und Rap-Kollege, einen Part auf Englisch. „Ich bin sehr froh über die tolle Unterstützung“, sagt Kremer, der seit diesem Herbst Filmproduktion in Köln studiert. Er spiele zwar selbst etwas Klavier und Gitarre. „Aber wenn es drauf ankommt, lasse ich das lieber andere machen, die wirklich Ahnung davon haben.“

Das Video zum Song „Gib niemals auf“ dreht Stephan Kremer heute Abend mit seinen Musikerkollegen im Stock. Während Klaus Sonnabend auf der Gitarre spielen wird, werden Kremer, Melina Fuhrmann und Daniel Koroma live singen beziehungsweise rappen. Nach dem Dreh sollen bei der Aftershow-Party einige Songs von Stephan Kremers Label „Kein Limit Music“, das er gemeinsam mit Kevin Malic alias Flash-K betreibt, gespielt werden. „Wer Lust hat, als Statist im Video mitzuwirken, kann ab 19 Uhr vorbei kommen“, sagt Kremer.

Bei den Dreharbeiten wird er unter anderem von Freunden, Sponsoren und von Sabrina Helm und Mike Starink von Zweiraumstudio unterstützt. Das Schneiden und Mischen übernimmt er selbst.

Mit dem fertigen Song und dem Video bewirbt sich der 23-jährige Lüdenscheider im Anschluss bei dem Wettbewerb „JuliensBlogContest“, der von dem YouTuber Julien Sewering ausgelobt wurde. Hierbei können sich Musiker mit unveröffentlichten Songs bewerben. Wer gewinnt, entscheidet die YouTube-Gemeinde durch Klicks.

Nach dem Wettbewerb soll der Song normal veröffentlicht werden. Kremer hofft aber nicht auf das große Geld. „Mir geht es nicht um die Kohle, sondern um die Anerkennung.“

Von Alisa Kannapin

Stock, Knapperstraße 50 in Lüdenscheid, Freitag, 25. Oktober, Videodreh mit Mazibora, der Eintritt kostet drei Euro. Weitere Informationen unter www.facebook.com/keinlimitmusic.

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