Unsicherheiten bei Planung der U3-Ausbaustufen bleiben

Lüdenscheid - 35 Prozent der Unter-Dreijährigen müssen – laut Gesetz – bis zum Kindergartenjahr 2013/14 versorgt werden. Ein heeres Ziel für all jene Kommunen, die von dieser Zahl noch ein gutes Stück entfernt sind. Dass die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für die Jüngsten stetig wächst, ist auch in Lüdenscheid nichts Neues.

Und so arbeiten die Verantwortlichen mit Hochdruck daran, der Nachfrage gerecht zu werden und die Quote zu erfüllen. Allein bis zum nächsten Jahr werden 95 neue U3-Plätze geschaffen.

Wie aus dem Bericht des Jugendamtes hervorgeht, werden derzeit 286 Unter-Dreijährige in Tageseinrichtungen und 59 in der Tagespflege betreut. Hinzu kommen 111 Mädchen und Jungen, die trotz ihres jungen Alters einen so genannten Regelplatz belegen. Mit 456 von 1850 U3-Kindern erfüllt die Bergstadt somit derzeit eine Quote von 24,4 Prozent – 28,3 Prozent hätten es laut geplanter Ausbaustufen zum jetzigen Zeitpunkt bereits sein sollen.

Im nächsten Jahr wird es 350 U3-Plätze in Kitas, 85 in der Tagespflege sowie 150 „umgewandelte“ Regelplätze geben – mit dieser Quote von 31,8 Prozent läge die Stadt sogar knapp über dem Plan-Soll. Für das Jahr 2013 ist geplant, 390 Unter-Dreijährige in Kitas, 100 in der Tagespflege und 150 auf den Regelplätzen unterzubringen. Damit würden 640 von 1830 U3-Mädchen und Jungen mit einem Betreuungsplatz versorgt – die Quote von 35 Prozent wäre erfüllt. Aber: „Ob die avisierten Versorgungszahlen ausreichend sind, um den Rechtsanspruch zu decken, wird sich durch die Bedarfe vor Ort und die jährlich angepasste Fortschreibung ergeben.“ So gehen aktuelle Zahlen mit Stand vom 1. August 2011 sogar von 1860 Unter-Dreijährige (+30) aus.

Doch bei aller Kalkulation – gewisse Planungsunsicherheiten bleiben. Zeitverzögerungen könnten bei den Umbaumaßnahmen entstehen, die in jedem Fall mit dem Landesjugendamt abzustimmen seien. Auch bestehe laut Jugendamt eine große Unsicherheit darüber, ob, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe die beantragten Landesmittel bereit gestellt werden. So stelle das Land der Stadt 2011/12 397 464 Euro und 2012/13 238 478 Euro zur Verfügung – „beide Summen reichen vor Ort nicht aus und gefährden die bedarfsgerechte Planungsumsetzung“. - kes

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