Unsichere Zukunft für das Awo-Mehrgenerationenhaus

Mitglieder der Awo-Tauschbörse treffen sich alle vier Wochen zum Kennenlernen. Diese Form der privaten Nachbarschaftshilfe soll auf jeden Fall weiter ausgebaut werden.

LÜDENSCHEID ▪ Leicht ist die Frage nicht zu beantworten: Wie kann das Awo-Mehrgenerationenhaus nach dem Auslaufen der Bundesmittel weiter finanziert werden? Ende 2011 läuft die Förderung wie vorgesehen aus.

„Angedacht war, dass die Häuser sich nach einer Anschubfinanzierung selber tragen“, erklärt Karin Löhr, Leiterin der Awo-Familienbildungsstätte, unter deren Dach sich das „Mehrgenerationenhaus“ befindet. Diese Eigenfinanzierung aber sei in weiter Ferne. „Das Aus muss es nicht sein, aber es herrscht schon große Ratlosigkeit, wie es weitergehen soll“, sagte sie im Gespräch mit den LN. Eine Fortführung der öffentlichen Unterstützung von Bund, Land oder Kommune sei angesichts der Kassenlage nicht zu erwarten. Auch zahlungskräftige Sponsoren sind derzeit noch nicht in Sicht.

Selber mit bestimmten Angeboten Geld zu verdienen, sei ebenfalls sehr schwierig für die Einrichtung – keinesfalls wolle man mit Angeboten in die Nähe von Schwarz- oder Leiharbeit kommen oder andere Anbieter bestimmter Dienstleistungen mit Dumpingpreisen unterbieten.

Nur mit ehrenamtlichen Kräften sei das Angebot auch nicht aufrechtzuerhalten: Jemand müsse hauptamtlich die Besuche in Seniorenzentren, die Einsätze der Lesepaten und die Tauschbörse organisieren, die alle vier Wochen stattfindet. Zurzeit wird aus den Fördermitteln vor allem die halbe Stelle von Organisatorin Sabine Bomm finanziert. ▪ thk

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