„Spieß“-Gastwirt Trausi zu LN-Bericht

„Zu Unrecht am Pranger“

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Zum Spieß

Lüdenscheid - Nach der Zollaktion im Altstadtlokal Trattoria Spieß in der vergangenen Woche (wir berichteten) meldet sich Gastwirt Gianni Trausi über seinen Rechtsanwalt Markus Knuth zu Wort. Der bekannte Gastronom fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Etliche Einzelheiten seien von unserer Zeitung nicht richtig wiedergegeben worden.

Bei der Zollaktion, die am Abend des 9. November durchgeführt worden war, habe es sich um eine Routinekontrolle gehandelt, wie sie zum Beispiel auch auf Baustellen durchgeführt werde. Ein Vergleich mit einer Razzia sei unzutreffend.

Es liege auch kein Tatverdacht auf Schwarzarbeit oder Steuerhinterziehung, wie in den LN dargestellt, vor. In diesem Zusammenhang legt Trausi Wert auf die Feststellung, dass er zu keinem Zeitpunkt Inhaber, Betreiber, Konzessionsinhaber, Vertragspartner oder gar Geschäftsführer der Trattoria gewesen sei, wenngleich er für viele Außenstehende das „Gesicht“ des Hauses gewesen sei.

Auch Vorwürfe des Gaststätteneigentümers Peter Stahnke, dass Trausi „von Anfang an Strohmänner als Konzessionsträger“ eingesetzt habe, seien falsch.

Anmerkung der Redaktion: In der Tat hätte der Text in dieser Form nicht erscheinen dürfen. Insbesondere hat die Redaktion versäumt, Gianni Trausi vor der Veröffentlichung die Möglichkeit einer eigenen Stellungnahme einzuräumen und Informationen der Redaktion gegen zu prüfen. Tatsache ist: Es gibt keine belastbaren Hinweise der Zollverwaltung oder anderer Stellen, dass ein konkreter Tatverdacht in der beschriebenen Form vorlag. Gleiches gilt für den Vorwurf, Trausi habe Strohmänner eingesetzt. Für entsprechende Versäumnisse bei der Recherche bittet die LN-Redaktion um Entschuldigung.

Gianni Trausi kündigt an, dass er sich arbeitsrechtliche Schritte gegen die Kündigung durch Spieß-Eigentümer Stahnke vorbehält. Im Gegensatz zur Darstellung in den LN gebe es gar keinen Grund, dass seine Laufbahn als Gastwirt zu Ende sei.

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