Unfall am Sauerfeld: MVG-Busfahrer nutzt Smartphone - Polizei beobachtet alles

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Beide Unfallwagen mussten abgeschleppt werden. Währenddessen näherte sich der Busfahrer der Unfallstelle mit einem Smartphone in der Hand am Steuer.

Lüdenscheid - Nicht nur der Unfallverursacher muss mit Problemen rechnen. An der Unfallstelle fiel der Polizei ein MVG-Fahrer auf, der während der Fahrt mit seinem Smartphon hantierte.

Bei einem Verkehrsunfall auf dem Sauerfeld wurden am Montagmittag zwei Autofahrer leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 12 000 Euro. Gegen einen MVG-Busfahrer (42) erstatteten Polizisten eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige, weil er sich der Unfallstelle mit seinem Linienbus näherte und dabei ein Smartphone bediente. 

Um 11.20 Uhr war ein 33-Jähriger mit seinem Citroën von der Hochstraße aus in Richtung Tunnelkreuzung unterwegs und wollte nach links auf die Freiherr-vom-Stein-Straße abbiegen. Dabei missachtete er nach Angaben der Polizei die rote Ampel und stieß mit dem VW eines 62 Jahre alten Lüdenscheiders zusammen, der von links kam und geradeaus über die Kreuzung wollte. 

Beide Wagen mussten nach der Kollision abgeschleppt werden. Die Insassen wurden zur ambulanten Versorgung ins Klinikum transportiert. 

Während der Unfallaufnahme beobachtete einer der Polizisten, wie der Fahrer eines nahenden Linienbusses am Steuer mit seinem Smartphone hantierte. 

Ob er Fotos oder ein Video von der Unfallstelle gemacht hat, blieb unklar. Deshalb erfolgte keine strafrechtliche „Gaffer-Anzeige“. Trotzdem muss der Busfahrer laut Polizeisprecher Marcel Dilling ein Bußgeld von 100 Euro bezahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. 

Zur Frage, ob der Fahrer überdies disziplinarisch belangt wird, sagt MVG-Sprecher Jochen Sulies: "Der Fall ist uns bekannt und wird innerbetrieblich geprüft."

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