Unfallstatistik : PI deutlich besser als Landestrend

LÜDENSCHEID ▪ Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Süd „ist eine der sichersten Regionen in Nordrhein-Westfalen“. Die Aussage der hiesigen Polizei strotzt vor Selbstbewusstsein und ist sogar belegt: Die Verkehrsunfall-Statistik zeugt von einer fast durchweg positiven Entwicklung der Zahlen aus 2010. Nur in der Kategorie Unfallflucht gab es in der Kreisstadt mehr Fälle als im Vorjahr: 645 statt 610.

Der Leiter der Hauptwache an der Bahnhofstraße, Bernd Kleine, kündigte an, die Polizei werde an dem hohen Kontrolldruck auf den Straßen festhalten, um die Unfallzahlen weiter „nachhaltig zu senken“. Die Sonderkontrollen zeigten offenbar erste Wirkung. „So konnte die Zahl verunglückter Kinder und der unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden jugendlichen und jungen erwachsenen Fahrzeugführern deutlich unter den Landesdurchschnitt bewegt werden.“

Die Zahl der Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden ist im vergangenen Jahr von 93 auf 62 gesunken. Gab es 2009 noch 180 Unfälle mit Leichtverletzten, so schrumpfte die Zahl 2010 auf 143. Nur gering ist die Zahl der Unglücksfälle mit Schwerverletzten gesunken. Während die Statistiker für vergangenes Jahr 19 gezählt haben, waren es im Vorjahr 20. 2009 waren zudem zwei Verkehrstote auf Lüdenscheider Stadtgebiet zu beklagen, 2010 „nur“ einer – immer noch einer zu viel.

Zwar hat es im vergangenen Jahr erneut eine Steigerung der Unfallflucht-Zahlen gegeben. Doch auch bei der Aufklärung dieser Fälle liegt die PI Süd mit 86,1 Prozent laut Bernd Kleine „deutlich über dem Landesdurchschnitt“. Als erfreulich stuft die Lüdenscheider Polizei einen weiteren Wert im Landesvergleich ein. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten pro 100 000 Einwohner liegt im Bereich der PI Süd bei 259, im Land NRW aber bei 324.

Insgesamt stuft die Behörde die Entwicklung als Erfolg der Arbeit in den Netzwerken Kradfahrer und Geschwindigkeitsüberwachung ein. Bernd Kleine zeigt sich zuversichtlich, die Zahl der Unfalltoten im gesamten PI-Bereich bis 2015 „um 100 Prozent zu reduzieren“.

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