Spendenaufruf für Marla & Mathildas Tourbus

Unfall mit veganem Foodtruck: "Marla & Mathildas" bangt um Existenz

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Eine Windböe hatte den Anhänger erfasst.

Lüdenscheid - Ein kurzer Moment, eine einzige Windböe reichte aus, um den Foodtruck von „Marla & Mathildas“ vollkommen zu zerstören. Die Existenz von Betreiber Markus Hoffmann hängt seitdem am seidenen Faden. Er hofft nun auf die Unterstützung von Freunden und Fans seines veganen Foodtrucks beziehungsweise des gleichnamigen Bistros an der Wilhelmstraße.

„Es ging alles ganz schnell. Ich fuhr auf der A44 und war auf dem Weg nach Leipzig, zu einem veganen Weihnachtsmarkt. Etwa 25 Kilometer vor Kassel erwischte plötzlich eine Windböe meinen Hänger. Ich versuchte noch zu bremsen, aber das änderte nichts. Das Gespann drehte sich um 180 Grad und rutschte eine Böschung hinunter. Der Wagen war in alle Einzelteile zerlegt und auch das Equipment zerbrochen“, erinnert sich Markus Hoffmann an diesen schrecklichen Moment, der jetzt gut eine Woche zurückliegt und alles veränderte.

Eine Reparatur des Foodtrucks ist nicht möglich. Es ist ein Totalschaden. Der Herscheider benötigt einen komplett neuen Wagen. Er schätzt den entstandenen Schaden auf 45 000 bis 50 000 Euro. Hinzu kommen die Umsatzausfälle in Leipzig und die des folgenden Tages. An dem war er für eine Veranstaltung in Münster gebucht. Ohne neue Kochmöglichkeit entstehen für ihn sogar noch weitere Umsatzausfälle.

Nur noch Einzelteile sind vom Foodtruck übrig. 

Das Bistro „Marla & Mathildas Genusswerkstatt“ an der Wilhelmstraße ist von dem Schaden glücklicherweise nicht unmittelbar betroffen. „Meine Frau Tanja Janjic hat das Bistro vor vier Jahren eröffnet und vor fast zwei Jahren gründete ich die mobile Variante mit dem Tourbus. Das Bistro und der Tourbus gehören zwar zusammen, sind aber zwei verschiedene Unternehmen – zum Glück“, sagt Markus Hoffmann.

So könne das Bistro weiterhin bestehen. Tanja sei jedoch auch nicht in der Lage, mit dem Betrieb den Schaden am Tourbusses aufzufangen, erklärt Markus Hoffmann. Er ist gelernter kfz-Meister, Informatikkaufmann und Betriebswirt. „Der Foodtruck ist aber das, was ich machen möchte. Ich möchte weiterhin anderen zeigen, dass pflanzliche Ernährung nicht negativ sein muss“, sagt der Herscheider. Über 50 eigene Produkte hat der Herscheider selbst entwickelt. Sein Ziel ist es, Tierleid zu stoppen und andere Menschen ebenfalls durch kreative pflanzliche Speisen davon zu überzeugen.

Markus Hoffmann in seinem Foodtruck vor dem Unfall. 

Aus diesem Grund startete er einen Spendeaufruf. Denn er möchte einen neuen Wagen bauen, so wie damals den alten. „Es war ein Leerfahrzeug, das ich selbst foliert und in dem ich selbst die Elektrik verbaut habe“, sagt Markus Hoffmann. Darüber hinaus sucht er jedoch auch nach Ideen, die ihm helfen können. „Je mehr verrückte Ideen, desto mehr neue Möglichkeiten entstehen“, ist seine Einstellung.

Einige Angebote bekam der Herscheider bereits. So veranstalten befreundete Veganer eine Solidaritätsveranstaltung am 11. Januar in Bochum, auf der Markus Hoffmann kochen soll. Nun hofft er auf weiterer solcher Ideen und finanzielle Unterstützung.

Spendenaufruf

Wer Marla & Mathildas Tourbus ebenfalls unterstützen möchte, kann dies über den Online-Bezahldienst Paypal. Die Spendenadresse lautet Tourbus2.0@marlaundmathildas.de. Die IBAN ist DE 67302201900014813071

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